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Wissen für Sammler

Lexikon

Was unterscheidet eine Radierung vom Kupferstich? Woran erkennt man einen guten Abzug? Unser Lexikon erklärt die Techniken unseres Bestands — und was sie für Sie als Sammler:in bedeuten. Ihr erstes Original ist näher, als Sie denken.

Häufige Fragen

Bestellung, Versand & Kundenkonto

Wie läuft eine Bestellung ab?

Werk in den Warenkorb legen oder einen Preisvorschlag senden, Adresse und Zahlart wählen, fertig. Sie erhalten sofort eine Bestellbestätigung per E-Mail; verpackt und versendet wird in der Regel innerhalb von 2 Werktagen.

Welche Zahlungsarten gibt es?

PayPal, Kreditkarte, Klarna und Vorkasse/Überweisung. Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. (differenzbesteuert nach § 25a UStG).

Kann ich ein Werk zurückgeben?

Ja — Sie haben 1 Monat Widerrufsrecht (Details in der Widerrufsbelehrung). Die Rücksendekosten für den Standardversand innerhalb Deutschlands übernehmen wir; die Mehrkosten für Express- oder Kurierversand tragen Sie selbst. Das Werk muss in dem Zustand retourniert werden, in dem Sie es erhalten haben.

Wozu brauche ich ein Kundenkonto?

Im Sammlerkonto finden Sie Ihre Bestellungen mit Sendungsverfolgung, die digitale Werkakte mit Zertifikat zu jedem Kauf, Ihre Merkliste, Künstler-Alerts und gespeicherte Suchaufträge.

Was ist die Werkakte?

Zu jedem gekauften Werk legen wir automatisch eine digitale Akte an: Echtheitszertifikat, Katalogbeschreibung, Zustandsbericht und Rechnung — dauerhaft abrufbar und als PDF druckbar.

Was bedeutet Differenzbesteuerung?

Kunstgegenstände aus dem Wiederverkauf werden nach § 25a UStG differenzbesteuert — der Preis enthält die MwSt., sie wird auf der Rechnung aber nicht gesondert ausgewiesen. Für Sie als Käufer:in ändert sich dadurch nichts am Preis.

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Wie lange dauert der Versand — auch ins Ausland?

Innerhalb Deutschlands versenden wir kostenlos, in der Regel innerhalb von 2 Werktagen nach Zahlungseingang. EU-Versand kostet 15 €, Schweiz und USA 45 €, übrige Länder 33 € (Sperrgut mit Aufschlag) — die Laufzeit ins Ausland beträgt je nach Ziel etwa 3 bis 20 Tage.

Was passiert, wenn ein Werk beschädigt ankommt?

Bitte dokumentieren Sie den Schaden mit Fotos (auch von der Verpackung) und melden Sie sich innerhalb weniger Tage bei uns — wir kümmern uns um die Abwicklung mit dem Transporteur und erstatten den Kaufpreis oder finden gemeinsam eine Lösung. Ihre gesetzlichen Gewährleistungsrechte bleiben davon unberührt.

Kann ich einen Preisvorschlag machen?

Ja — bei vielen Werken finden Sie den Button „Preisvorschlag senden". Wir antworten in der Regel innerhalb eines Werktags und melden uns auch, wenn wir einen Gegenvorschlag haben.

Kann ich ein Werk reservieren oder vor Ort ansehen?

Gern — rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns, dann legen wir das Werk für Sie zurück. Nach Vorankündigung können Sie es in unserer Frankfurter Galerie in Ruhe im Original betrachten.

Bekomme ich ein Echtheitszertifikat und eine Rechnung?

Ja, jedes Werk wird mit Rechnung geliefert; die Katalogbeschreibung mit Zustandsbericht ist Teil der digitalen Werkakte in Ihrem Konto. Mehr dazu auf unserer Seite Echtheit & Expertise.

Gibt es Geschenkgutscheine?

Ja — Geschenkgutscheine gibt es hier von 50 € bis 500 €. Sie kommen sofort per E-Mail, gelten für das gesamte Sortiment und ein Restguthaben bleibt erhalten.

Kann ich mein Werk auch rahmen lassen?

Wir liefern auf Wunsch ein säurefreies Passepartout nach Maß gleich mit. Für die Rahmung selbst empfehlen wir Ihnen gern eine erfahrene Werkstatt in Ihrer Nähe.

Techniken

Techniken der alten Kunst

Giuseppe Gherardi · Florenz vom Boboli-Garten · um 1820
Giuseppe Gherardi · Florenz vom Boboli-Garten · um 1820

Die Radierung

Tiefdruck · Blütezeit 17.–18. Jahrhundert

Bei der Radierung zeichnet der Künstler mit der Nadel in einen wachsartigen bzw. säureresistenten Ätzgrund auf einer Kupferplatte; ein Säurebad vertieft die freigelegten Linien. Das Ergebnis ist eine fast zeichnerisch freie Linie — beweglicher als der gestochene Strich, oft mit samtigem Grat in frühen Abzügen.

Für Sammler: Achten Sie auf den Druckzustand und die Plattenkante. Frühe Abzüge mit vollem Rand sind gesuchter. Werkverzeichnis-Nummern (z. B. „Van der Kellen 341") finden Sie bei uns in jeder Werkbeschreibung.

2843 Radierungen ansehen
Jean de Loisy · Das heilige Grabtuch von Besançon · 1634
Jean de Loisy · Das heilige Grabtuch von Besançon · 1634

Der Kupferstich

Tiefdruck · die älteste Drucktechnik auf Metall

Beim Kupferstich schneidet der Stecher die Linie mit dem Grabstichel direkt ins Metall — ohne Säure. Das verlangt höchste Präzision und erzeugt den charakteristisch klaren, schwellenden Strich, wie ihn zum Beispiel Merians Stadtansichten zeigen.

Durch die gewaltigen Kräfte, die beim Abdruck durch die Presse auf das Papier wirken, nutzen sich die gestochenen Grate schon nach etwa 50 Abzügen ab und verlieren etwas von der anfänglichen Schärfe. Für Sammler: Frühe und qualitätsvolle Abzüge sind entsprechend gesucht.

Für Sammler: Kupferstiche des 16. und 17. Jahrhunderts sind erstaunlich erschwinglich. Das Wasserzeichen im Papier hilft bei der Datierung — wir dokumentieren es, wo vorhanden.

2101 Kupferstiche ansehen
Carl von Steuben · Der Tod Napoleon Bonapartes · 19. Jahrhundert
Carl von Steuben · Der Tod Napoleon Bonapartes · 19. Jahrhundert

Die Lithografie

Flachdruck · erfunden 1796 von Alois Senefelder

Gezeichnet wird mit fetthaltiger Kreide direkt auf den Stein, bevorzugt Kalkstein. Es folgt eine Behandlung mit Säure und Gummi arabicum, um die Oberfläche vorzubereiten. Dieser Vorgang wie auch der anschließende Abdruck beruhen auf dem Prinzip der Abstoßung von Fett und Wasser. Die Technik erlaubt malerische, kreidige Töne und eine nahezu verschleißfreie Produktion hoher Auflagen — im 19. Jahrhundert entwickelten sich zahlreiche Sonderformen, und die Lithografie wurde zum bevorzugten Medium für Landschaft und Porträt.

Für Sammler: Frühe Inkunabeln der Lithografie (vor 1820) sind ein eigenes Sammelgebiet. Auflagenhöhe und Verlag geben Orientierung für die Bewertung.

1602 Lithografien ansehen
Nach Hans Sebald Beham · Der verlorene Sohn · um 1570
Nach Hans Sebald Beham · Der verlorene Sohn · um 1570

Der Holzschnitt

Hochdruck · die früheste Form der Druckverfahren

Das Motiv wird als Negativ in einen hölzernen Druckstock geschnitten; die abzudruckenden Linien bleiben als erhöhte Stege stehen. Der Abzug zeigt ebendiese Linien in voller, kräftiger Schwärze — vom Blockbuch des 15. Jahrhunderts bis zum expressionistischen Farbholzschnitt.

Für Sammler: Die große Krafteinwirkung beim Druck bewirkt nach vielen Abzügen das Brechen oder Wegknicken der Holzstege. Achten Sie auf die besonders begehrten frühen Abzüge ohne Abnutzungserscheinungen.

234 Holzschnitte ansehen
Edmund Steppes · Lichtdurchfluteter Frühlingswald · 1915
Edmund Steppes · Lichtdurchfluteter Frühlingswald · 1915

Das Aquarell

Unikat auf Papier · Wasserfarben, lasierend

Das Aquarell ist kein Druck, sondern ein Unikat im strengsten Sinn: lasierende Wasserfarben, deren Leuchtkraft vom durchscheinenden Papier lebt. Korrekturen sind kaum möglich — jedes Blatt zeigt die erste, endgültige Entscheidung des Künstlers.

Für Sammler: Lichtechtheit ist das zentrale Thema. Hängen Sie Aquarelle nie in direktes Sonnenlicht; UV-Schutzglas ist Pflicht. Unsere Rahmungsempfehlung steht bei jedem Werk.

538 Aquarelle ansehen
Carl August Walther · Liegender Frauenakt · 20. Jahrhundert
Carl August Walther · Liegender Frauenakt · 20. Jahrhundert

Die Zeichnung

Unikat auf Papier · Feder, Kreide, Rötel, Sepia

Zeichnungen sind die unmittelbarsten Zeugnisse künstlerischen Denkens — Studien, Entwürfe, autonome Blätter. Ob Federzeichnung, Rötel oder Sepialavierung: Hier sehen Sie die Hand des Künstlers ohne Umweg.

Für Sammler: Die Zuschreibung ist bei Altmeisterzeichnungen die Kernfrage. Wir geben Zuschreibungsgrade ehrlich an — von „eigenhändig" über „Werkstatt" bis „Umkreis".

2637 Zeichnungen ansehen
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Druckgrafik

Farbholzschnitt & Farblinolschnitt

Hochdruck in Farbe: Für jede Farbe wird ein eigener Stock (Holz) bzw. eine Linolplatte geschnitten und passgenau übereinandergedruckt — um 1900 von Künstlern des Jugendstils und Expressionismus zur Blüte gebracht.

Holzstich (Xylografie)

Weiterentwicklung des Holzschnitts auf extrem hartem Hirnholz (quer zur Faser): Mit dem Stichel sind feinste Linien möglich — die dominierende Illustrationstechnik der Zeitschriften und Bücher des 19. Jahrhunderts.

Aquatinta

Ätztechnik für flächige Tonwerte — feiner Kolophoniumstaub erzeugt samtige Graustufen, oft mit der Linienradierung kombiniert (Goya!).

Farbradierung

Radierung in Farbe: entweder von mehreren Platten oder „à la poupée" — die Farben werden mit dem Ballen direkt auf einer Platte verteilt. Jeder Abzug fällt dadurch leicht unterschiedlich aus.

Tongrund / Tonplatte

Eine zusätzliche, flächig druckende Platte hinterlegt die Darstellung mit einem zarten Farbton (oft Chamois oder Grau) — verbreitet bei Lithografien und Stichen des 19. Jahrhunderts.

Crayonmanier

Radiertechnik des 18. Jahrhunderts, die mit Roulette und Moulette den körnigen Strich der Kreidezeichnung nachahmt — beliebt zur Reproduktion von Zeichnungen, oft in Rötelton gedruckt.

Schabkunst (Mezzotinto)

Die Platte wird vollflächig aufgeraut und das Motiv aus dem Dunkel „herausgeschabt" — unerreicht weiche Übergänge, beliebt im 18. Jahrhundert.

Stahlstich

Wie der Kupferstich, nur in harten Stahl graviert — erlaubte im 19. Jahrhundert sehr hohe Auflagen mit feinsten Linien (Ansichtenwerke, Veduten).

Lithografie-Sonderformen

Kreide-, Feder- und Tonlithografie

Je nach Zeichenmittel auf dem Stein: samtig-körnige Kreide, feine lineare Feder oder eine zusätzliche Tonplatte für flächige Wirkung — die drei klassischen Spielarten des Steindrucks.

Farb- und Chromolithografie

Mehrfarbiger Steindruck von mehreren, passgenau übereinander gedruckten Steinen. Die Chromolithografie des späten 19. Jahrhunderts erreichte mit bis zu 20 Steinen nahezu malerische Wirkung.

Algraphie

Flachdruck vom Aluminium- statt vom Kalkstein — leichter zu handhaben, um 1900 als moderne Variante der Lithografie geschätzt.

Zeichnung & Malerei auf Papier

Bleistiftzeichnung

Das unmittelbarste Zeichenmittel: vom zarten Silberton harter Minen bis zum samtigen Schwarz weicher Grade. Die häufigste Technik für Studien, Skizzen und Reiseblätter des 19. Jahrhunderts.

Federzeichnung & Tusche

Mit Feder oder Pinsel in Tusche, Sepia oder Bister — vom präzisen Umriss bis zur flächig lavierten Zeichnung. Laviert heißt: mit dem Pinsel verdünnt vertrieben.

Kohle & Kreide

Breite, malerische Strichlagen und tiefe Schwärzen; Kreide auch in Schwarz, Weiß oder farbig auf getöntem Papier. Empfindliche Oberflächen — oft vom Künstler fixiert.

Rötel

Zeichnung mit rotem Eisenoxid-Stift — der warme, rotbraune Ton der klassischen Akt- und Figurenstudie seit der Renaissance.

Pinselzeichnung

Frei mit dem Pinsel gezeichnet statt gemalt — fließende Konturen und Lavierungen, häufig in Kombination mit Feder oder Bleistift.

Gouache

Deckende Wasserfarbe: Anders als das lasierende Aquarell deckt Gouache das Papier vollständig ab und erlaubt satte, leuchtende Flächen und Korrekturen.

Ölstudie

Öl auf Papier, Karton oder Leinwand — oft als Studie nach der Natur. Kleine Formate mit großer Unmittelbarkeit, ein eigenes Sammelgebiet der Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts.

Mischtechnik

Mehrere Techniken auf einem Blatt — etwa Bleistift mit Aquarell, Feder mit Deckweiß oder Kreide über Lavierung. Wir benennen die Bestandteile in jeder Werkbeschreibung.

Fotografie & moderne Verfahren

Albuminpapierabzug

Das wichtigste Fotoverfahren von etwa 1850–1890: Abzug auf mit Eiweiß beschichtetem Papier, meist vom Glasnegativ — erkennbar am warmen, leicht glänzenden Sepiaton. Lichtempfindlich, daher geschützt aufbewahren.

Photogravure (Heliogravüre)

Edeldruckverfahren, das eine Fotografie in eine Tiefdruckplatte übersetzt — samtige, druckgrafisch anmutende Abzüge von höchster Tonwert-Feinheit.

Offsetdruck

Modernes Flachdruckverfahren über ein Gummituch — im Kunstkontext für Plakate und Auflagengrafik des 20. Jahrhunderts. Wir weisen Offsetdrucke stets ausdrücklich aus.

Pflege und Rahmung

So bleibt Ihr Werk schön

Konservatorische Einrahmung

Papierarbeiten sollten hinter UV-Schutzglas (Museumsglas) und mit säurefreiem Passepartout montiert werden — befestigt mit reversiblen Fotoecken oder Japanpapier-Fälzen, niemals vollflächig verklebt. Wir beraten Sie gern zu einer fachgerechten Rahmung und arbeiten mit erfahrenen Werkstätten zusammen.

Licht & Klima

Direkte Sonne meiden, relative Luftfeuchte idealerweise 45–55 %, keine Hängung über Heizkörpern oder in Feuchträumen. Werke auf Papier profitieren von einem Platz mit gedämpftem Licht.

Handhabung & Lagerung

Ungerahmte Blätter nur mit sauberen, trockenen Händen am Rand anfassen und liegend in säurefreien Mappen lagern. Beim Transport stets flach und gepolstert — so, wie Ihr Werk auch in unserer Lieferung ankommt.

Fachbegriffe verstehen

Glossar — vom Zustandsbericht bis zur Provenienz

Wir beschreiben unsere Werke offen und präzise — das ist Vertrauenskapital. Diese Begriffe begegnen Ihnen in unseren Werkbeschreibungen und rund um den Umgang mit Kunst auf Papier:

Gebräunt
Gleichmäßige Alterstönung des Papiers. Leichte Bräunung ist alten Blättern von teils weit über 100 Jahren eigen und kein Mangel.
Stockfleckig / Stockflecken
Bräunliche Pünktchen im Papier durch Feuchtigkeit und Mikroorganismen — bei alten Blättern verbreitet, außerhalb der Darstellung meist unkritisch und restauratorisch behandelbar.
Knickspur / Mittelfalz
Sichtbare Knick- oder Faltlinie im Papier. Bei Blättern aus Büchern oder Mappen (Mittelfalz) herstellungsbedingt und üblich.
Randläsuren / Einriss
Kleine Beschädigungen am Blattrand außerhalb der Darstellung — wir benennen Lage und Länge; fachgerecht hinterlegte Einrisse sind stabilisiert.
Wasserrand / Feuchtrand
Heller oder bräunlicher Rand einer früheren Befeuchtung. Außerhalb der Darstellung meist wenig störend, restauratorisch reduzierbar.
Lichtrand
Tonunterschied zwischen dem einst vom Passepartout abgedeckten Rand und der belichteten Fläche — Zeichen früherer Rahmung.
Retuschiert / restauriert
Fachgerecht ausgeführte Ausbesserungen. Wir weisen jede uns bekannte Restaurierung offen aus — Verschweigen wäre das Gegenteil von Vertrauenskapital.
Druckzustand
Fassung der Druckplatte: Künstler überarbeiteten Platten mehrfach. „II (von II)" bedeutet: zweiter von zwei bekannten Zuständen.
Plattenkante / Plattenrand
Der Abdruck der Druckplatte im Papier — ihr Erhalt spricht für ein unbeschnittenes, vollrandiges Exemplar.
Abzug / Auflage
Ein einzelner Druck von der Platte bzw. die Gesamtzahl der Drucke. Frühe, gratige Abzüge vor der Abnutzung der Platte sind gesuchter.
Chine collé
Hauchdünnes China-Papier, das beim Druck auf ein kräftigeres Trägerpapier aufkaschiert wird — ergibt besonders feine, seidige Druckwirkung.
Remarque
Kleine Randskizze auf der Druckplatte, meist in frühen Zuständen — bei Sammlern beliebtes Kennzeichen früher Abzüge.
Provenienz
Die Herkunftsgeschichte eines Werks: Vorbesitzer, Sammlungen, Auktionen. Wir dokumentieren, was wir wissen — lückenlose Provenienzen sind bei Papierarbeiten die Ausnahme, jedes Indiz zählt.
Sammlerstempel (Lugt)
Stempel oder Trockenstempel früherer Sammler, katalogisiert im Standardwerk von Frits Lugt („Lugt-Nummer") — wertvolle Provenienzbelege.
Nachlassstempel
Stempel aus dem Atelier-Nachlass eines Künstlers — belegt, dass das Blatt bis zu dessen Tod im Besitz des Künstlers war.
Verso
Die Rückseite des Blattes. Montierungsreste, Sammlerstempel oder alte Beschriftungen dokumentieren wir dort.
Wasserzeichen
Im Papier eingeprägtes Zeichen der Papiermühle — wichtiges Indiz für Datierung und Authentizität.
Werkverzeichnis
Wissenschaftlicher Katalog aller bekannten Werke eines Künstlers. Die Verzeichnis-Nummer (z. B. „Van der Kellen 341") finden Sie in unseren Beschreibungen.
Zuschreibung (zugeschrieben / Umkreis / Nachfolge)
Grad der Sicherheit der Autorschaft, absteigend: eigenhändig → zugeschrieben → Werkstatt → Umkreis → Nachfolge. Wir ordnen jedes Blatt ehrlich ein.
Passepartout / säurefrei
Kartonumrahmung unter Glas. Säurefreies Material verhindert, dass das Kunstwerk über Jahrzehnte Schaden nimmt.
Museumsglas / UV-Schutz
Entspiegeltes Glas mit UV-Filter — Pflicht für Aquarelle und empfindliche Blätter, empfehlenswert für jede Rahmung.
Japanfälze / Fotoecken
Reversible Montierung im Passepartout: Das Blatt wird nie vollflächig verklebt, sondern nur an Fälzen aus Japanpapier oder in Ecken gehalten.
Klima & Lagerung
Ideal: 45–55 % relative Luftfeuchte, kein direktes Sonnenlicht, keine Hängung über Heizkörpern. Ungerahmte Blätter liegend in säurefreien Mappen lagern.
Differenzbesteuerung (§ 25a UStG)
Kunst aus dem Wiederverkauf wird differenzbesteuert: Der Preis enthält die MwSt., sie wird auf der Rechnung nicht gesondert ausgewiesen — am Preis ändert sich für Sie nichts.
Widerrufsrecht (1 Monat)
Sie können den Kauf ohne Angabe von Gründen innerhalb eines Monats widerrufen — bequem auch über unser Online-Widerrufsformular.
Werkakte
Zu jedem Kauf legen wir eine digitale Akte an: Katalogbeschreibung, Zustandsbericht und Rechnung — dauerhaft in Ihrem Sammlerkonto abrufbar.
Verifizierter Kauf
Kennzeichnung in unserem Bewertungsportal: Die Bewertung stammt nachweislich von einer echten Bestellung — anonym, aber verifiziert.