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Sicher auspacken
Nehmen Sie sich Zeit und arbeiten Sie auf einer sauberen, trockenen und freien Fläche.
Öffnen Sie die Verpackung nur an den vorgesehenen Stellen. Verwenden Sie Messer oder Scheren nie in Richtung des Kunstwerks.
Arbeiten auf Papier sollten möglichst wenig direkt berührt werden. Fassen Sie ein ungerahmtes Blatt nur vorsichtig am Rand an und lassen Sie es, wenn möglich, auf seiner Unterlage liegen.
Gemälde tragen Sie am Rahmen beziehungsweise seitlich am Keilrahmen. Berühren Sie weder die Malschicht noch die Rückseite der Leinwand und üben Sie keinen Druck auf sie aus.
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Der richtige Platz
Der größte Feind vieler Kunstwerke ist direkte Sonne. Hängen Sie Zeichnungen, Druckgraphiken und Gemälde deshalb nicht dort auf, wo sie über längere Zeit unmittelbar von Sonnenlicht getroffen werden.
Auch Plätze direkt über Heizkörpern oder Kaminen sowie unmittelbar neben Klimageräten sind ungeeignet. Bad, Küche und feuchte Kellerräume sollten wegen der stärkeren Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ebenfalls vermieden werden.
Für die meisten Kunstwerke sind gleichmäßige Wohnraumbedingungen gut geeignet. Als Orientierung gelten etwa 40–60 % relative Luftfeuchtigkeit. Wichtiger als ein exakt gehaltener Wert ist ein möglichst stabiles Raumklima ohne starke und schnelle Schwankungen.
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Zeichnungen und Druckgraphik
Arbeiten auf Papier gehören hinter Glas oder geeignetes Acrylglas. Eine Verglasung mit UV-Filter ist empfehlenswert, ersetzt aber nicht den Schutz vor direktem Sonnenlicht.
Das Kunstwerk sollte die Verglasung nicht berühren. Ein Passepartout oder Abstandhalter sorgt für den nötigen Zwischenraum.
Verwenden Sie ausschließlich alterungsbeständige, säurefreie Passepartout- und Rückwandkartons. Auch die Befestigung sollte konservatorisch und wieder lösbar sein. Bewährt haben sich beispielsweise Fälze aus Japanpapier mit geeignetem Weizenstärkekleister.
Selbstklebende Klebebänder, Sprühkleber oder eine vollflächige Verklebung des Blattes sind zu vermeiden.
Besonders lichtempfindlich sind unter anderem Aquarelle, kolorierte Graphiken und manche historische Zeichentinten. Für solche Werke empfiehlt sich ein eher lichtarmer Platz.
4
Gemälde
Gemälde benötigen normalerweise keine Verglasung. Bei besonders empfindlichen Werken kann sie sinnvoll sein; zwischen Glas und Malschicht muss dann ausreichend Abstand bleiben.
Achten Sie auf eine sichere Aufhängung, die dem Gewicht des Werkes entspricht. Größere Gemälde sollten möglichst an zwei geeigneten Aufhängungspunkten befestigt werden.
Reinigen Sie die Oberfläche eines Gemäldes nicht mit Wasser, Reinigungsmitteln oder Lösungsmitteln. Auch von eigenen Firnisbehandlungen oder Retuschen ist abzuraten.
Staub auf dem Rahmen kann vorsichtig entfernt werden. Die eigentliche Bildoberfläche sollte bei historischen Gemälden im Zweifel unberührt bleiben.
5
Lagerung
Ungerahmte Zeichnungen und Druckgraphiken bewahren Sie am besten liegend in alterungsbeständigen Mappen oder Archivkartons auf.
Als Zwischenlage eignet sich säurefreies, archivgeeignetes Papier. Bei Pastell-, Kreide- oder Kohlezeichnungen darf jedoch nichts unmittelbar auf der empfindlichen Oberfläche reiben.
Historische Arbeiten auf Papier sollten möglichst nicht gerollt werden.
Gemälde werden in der Regel aufrecht und standsicher gelagert. Vermeiden Sie Druck auf Leinwand oder Bildoberfläche sowie den unmittelbaren Kontakt mehrerer Werke miteinander.
Dachboden, Keller, Garage und andere Räume mit größeren Klima- oder Feuchtigkeitsschwankungen sind für eine dauerhafte Lagerung ungeeignet.
6
Wenn sich etwas verändert
Kleine Alterserscheinungen gehören zu historischen Kunstwerken. Manche Veränderungen sollten jedoch fachlich beurteilt werden.
Das gilt insbesondere bei sich lösender Malschicht, neuen Rissen oder Verformungen, Wasserschäden, Schimmelbefall oder deutlichen Veränderungen des Papiers.
Versuchen Sie in solchen Fällen nicht, den Schaden selbst zu beheben. Wir helfen Ihnen gern bei der Einschätzung und vermitteln bei Bedarf eine geeignete Restaurierungswerkstatt.