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Im Raum
Der Räuber Johann Karraseck
Radierung, 1803 · Papier: 23,4 cm × 16,2 cm, Darstellung: 22,2 cm × 14,8 cm
800 €
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Zustand
Wie wir bewertenEs gibt Beschädigungen oder Beeinträchtigungen, die sich angesichts des Alters des Kunstwerkes aber im akzeptablen Rahmen bewegen.
Im Rand minimal fleckig, kleine Quetschfalte oben links. Winziger Knick unten links in der Ecke
- Künstler
- Unbekannt (19. Jahrhundert)
- Inv.-Nr.
- 11825
- Kategorie
- Druckgraphik
- Thema
- Porträt
- Epoche
- 19. Jahrhundert (1803)
- Kunststil
- Biedermeier
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Radierung „Der Räuber Johann Karraseck" entstand 1803.
- Künstler
- Unbekannt (19. Jahrhundert)
- Titel
- Porträt des Räubers Johann Karraseck
- Technik
- Radierung auf Papier
- Beschriftung
- Oben mittig datiert: "1803". oben mittig datiert: "1803"
- Beschreibung
- Am 6. August 1800 wurde der sogenannte "Räuberhauptmann" Johann Karraseck (1764-1809) in Seifhennersdorf bei Zittau verhaftet und wegen zahlreicher Raubüberfälle 1803 zu lebenslanger Haft verurteilt. Eigentlich ein Krimineller unter vielen seiner Zeit, hat sich dennoch um ihn ein wahrer Räuberkult gebildet, der ihn zu einem sächsischen Robin Hood stilisierte. All dies gehört in das Reich der Legendenbildung. Diebstahl, Gewalt und Mord prägten das Leben des Räubers, der wohl einer ganzen Gruppe von Verbrechern vorstand. Doch bereits zeitgenössische Quellen benutzen ihn als Symbolfigur einer Modeerscheinung, die bis in unsere Zeit hinein in dem von der Gesellschaft zu Unrecht ausgegrenzten Dieb den Verwirklicher einer Sozialutopie sieht, die bewusst als Gegenmodell zu den jeweiligen herrschenden Zuständen geschaffen wurde. Dass diese Räuberromane zur Erbauung des gebildeten Bürgertums jegliche Übereinstimmung mit der Realität missen müssen, ist evident. Dafür sind sie aber wichtige Projektionsflächen, um ein gewisses Unbehagen an der sozialen Wirklichkeit im Schutzraum der Kunst zu artikulieren. Unsere Graphik eines geübten aber nicht näher zu bestimmenden Künstlers reiht sich in diese Mythologisierung des Räubers ein. Im Typus einem graphischen Gelehrtenporträt vergleichbar, wie es um 1800 häufig anzutreffen ist, wird Karraseck nicht als Verbrecher charakterisiert, sondern als zu verehrende Person. Als Attribute sind ihm, Christus vergleichbar, seine Marterwerkzeuge beigegeben.
- Größe
- Papier: 23,4 cm × 16,2 cm, Darstellung: 22,2 cm × 14,8 cm
- Zustand
- Akzeptabler Zustand. Im Rand minimal fleckig, kleine Quetschfalte oben links. Winziger Knick unten links in der Ecke.
- Stempel
- Verso Sammlerstempel, Lugt Nr.: 3549. Erhard Oskar Kaps. Leipzig. 20. Jahrhundert, 19. Jahrhundert
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