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Im Raum
Die Villa des Brutus in Tivoli
Radierung, 1794 · Papier: 39,1 cm × 49,3 cm, Druckplatte: 27,7 cm × 37,4 cm, Darstellung: 24,5 cm × 35,0 cm
500 €
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Zustand
Wie wir bewertenLediglich normale, kleine Gebrauchsspuren, die den Gesamteindruck des Kunstwerkes nicht verschlechtern.
Auf dem Rand schwach verfärbt und berieben. Mittig etwas wellig. Vereinzelt sind kurze, restaurierte Randeinrisse sichtbar
- Künstler
- Albert Christoph Dies
- Inv.-Nr.
- 11960
- Kategorie
- Druckgraphik
- Thema
- Architektur
- Epoche
- 18. Jahrhundert (1794)
- Kunststil
- Klassizismus
- Land
- Italien
Details
nach obenDie Radierung „Die Villa des Brutus in Tivoli" von Albert Christoph Dies entstand 1794.
- Titel
- Ruinen der Villa des Brutus in Tivoli
- Technik
- Radierung auf Papier
- Beschriftung
- Im Druck signiert: "A. C. Dies fece Roma". Datiert: "1794". Im Druck bezeichnet: "Avanzi della Villa di M. Bruto a Tivoli".
- Beschreibung
- Der aus Hannover stammende Landschaftsmaler Albrecht Christoph Dies wird oft als Autodidakt bezeichnet, der sich ohne akademische Künstlerausbildung der Malerei zuwandte. 1775 beschloss er, im Alter von 20 Jahren, nach einer rudimentären Ausbildung bei einem unbekannten Maler, offenbar "spontan" (Schmid 1998, S.162) seine Wanderschaft im deutschsprachigen Gebiet nach Italien auszuweiten. Noch im selben Jahr ließ er sich in Rom nieder und verdingte sich mit dem Kolorieren von Stichen in den namhaften römischen Vedutenwerkstätten Piranesi sowie Durcos und Volpato. Gelegenheitsarbeiten wie das Kopieren beliebter Künstler schulten ihn weiter in der Malerei und schärften sein Auge für die Landschaftsbilder von Jacob Philipp Hackert. Dessen Vorstellung von realistischen Landschaftsporträts verfolgte Dies auch in den hier gezeigten Radierungen. Den Bildausschnitt bewusst pittoresk gewählt, war es dem Künstler doch vor allen Dingen wichtig, Landschaft und Architektur präzise nachzubilden, also beinahe zu porträtieren. Die romantische und malerische Stimmung, die sowohl die von der Natur überwucherten Tonnengewölbe der Villa des Brutus in Tivoli, als auch die gewaltigen, gischtsprühenden Kaskaden der Wasserfälle an der Villa Gregoriana bei Tivoli ausstrahlen, steht also in keinem der beiden Fälle entgegen dem tatsächlichen Blick des Künstlers. Vielmehr liegt der besondere Reiz dieser Darstellungen darin, dass sie vor Ort nach der Natur gezeichnet und von Dies selbst auf die Kupferplatte übertragen wurden. Lediglich die Staffage aus Tieren und Menschen, die den Bildern ihre Lebendigkeit geben, sind frei erfunden und gezielt eingesetzt worden. Von besonderem Interesse sind nicht zuletzt die Darstellungen der Botanik und der geologischen Begebenheiten. Durch den Aufschwung der Naturwissenschaften zum Ende des 18. Jahrhunderts geprägt, entwickelten auch die bildenden Künstler ein Bewusstsein für die akkurate Wiedergabe von Tieren, Pflanzen und Gestein sowie die Ästhetik des natürlich Nachgebildeten. Marcus Brutus war Jurist in Rom. Seine Villa, von Cicero im 2. Buch von "De Oratore" erwähnt, liegt an der Straße nach San Gregorio am Südhang von Tivoli.
- Größe
- Papier: 39,1 cm × 49,3 cm, Druckplatte: 27,7 cm × 37,4 cm, Darstellung: 24,5 cm × 35,0 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Auf dem Rand schwach verfärbt und berieben. Mittig etwas wellig. Vereinzelt sind kurze, restaurierte Randeinrisse sichtbar.
- Literatur
- – H.W. Fichter Edition: Spaziergänge in Italien. Gedruckte Kunst; Frankfurt am Main; Berlin 1994; Kat. Nr. 62. – Andresen, Andreas: Die deutschen Maler-Radirer des 19. Jahrhunderts nach ihren Leben und Werken. Bd. I-V; Hildesheim 1971. Werkverzeichnis Nr.: III, 19.
- Werkverzeichnis
- Andresen, III, 19
- Quelle
- Mahlerisch radirte Prospecte von Italien, von Johann Christian Reinhart, Jakob Wilhelm Mechau und Albert Christoph Dies, Nr. Heft 8 | Graphikfolge, Landschaft
Alle 2 Werke aus Mahlerisch radirte Prospecte von Italien
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Aus derselben Quelle: Mahlerisch radirte Prospecte von Italien
