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Im Raum
Hans und Grete, Ludwig Uhland
Bleistift, 1848 · Papier: 21,0 cm × 18,1 cm
700 €
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Zustand
Wie wir bewertenLediglich normale, kleine Gebrauchsspuren, die den Gesamteindruck des Kunstwerkes nicht verschlechtern.
Entlang der oberen Blattkante minimal bestoßen. Die linke obere Blattecke fehlt. Unten mittig sehr blasser Flüssigkeitsfleck
- Künstler
- Julius Geißler
- Inv.-Nr.
- 13186
- Kategorie
- Zeichnung
- Thema
- Trachten
- Epoche
- 19. Jahrhundert (1848)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Zeichnung „Hans und Grete, Ludwig Uhland" von Julius Geißler entstand 1848.
- Titel
- Illustration zu "Hans und Grete" von Ludwig Uhland
- Technik
- Bleistift auf Papier
- Beschriftung
- Unten mittig signiert: "zur freundlichen Erinnerung J. Geissler". Mittig datiert: "Einbeck d. 25t August 1848.".
- Beschreibung
- Julius Geißler präsentiert in dieser Zeichnung zwei im 19. Jahrhundert sehr bekannte Figuren: Hans und Grete aus dem gleichnamigen Gedicht von Ludwig Uhland: Sie: Guckst du mir denn immer nach, wo du mich findest? Nimm dein Äuglein doch in acht, daß du nicht erblindest! Er: Gucktest du nicht stets herum, würdest mich nicht sehen, nimm dein Hälschen doch in acht! Wirst es noch verdrehen Es ist ein streitlustiger Dialog, den das Paar miteinander führt. Dabei scheint der junge Mann in der Tat nur für die Dame Augen zu haben. Sie hingegen sucht, mit dem Rücken zu ihm gewandt, den Blickkontakt mit dem Betrachter. Was sofort auffällt, ist die unterschiedliche Art der Ausführung der beiden Figuren. Während die Frau mit ruhigen und weichen Linien, bis hin zur Bleistiftverwischung gezeichnet wird, wird die Linienführung bei dem Man unruhiger und sorgt so für einen insgesamt robusteren Eindruck. Hinzu kommen die Elemente der Kleidung und der Frisur, wie das glatt zum Zopf geflochtene Haar der Frau und die schief sitzende Pelzmütze des Mannes. Dies alles deutet auf eine unterschiedliche gesellschaftliche Herkunft der beiden jungen Menschen hin, was die Turbulenzen der gegenseitigen Zuneigung erklären könnte. Diese frühe Arbeit des Künstlers ist heute ein interessantes Zeugnis der Popularität von Uhlands Gedichten, die später viel von ihrer Beliebtheit eingebüßt haben. Möglicherweise ist sie auch eine poetische Erinnerung an eine lebhafte Begegnung - worauf die Widmung (zur freundlichen Erinnerung J. Geissler, der Künstler war damals 26 Jahre alt) schließen lässt, auch wenn die beschenkte Person heute nicht bekannt ist.
- Größe
- Papier: 21,0 cm × 18,1 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Entlang der oberen Blattkante minimal bestoßen. Die linke obere Blattecke fehlt. Unten mittig sehr blasser Flüssigkeitsfleck.
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