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Im Raum
Künstlerkarikaturen des Städelschen Kunstinstitut
Radierung, um 1851 · Papier: 24,9 cm × 33,2 cm, Darstellung: 9,0 cm × 10,6 cm
700 €
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Zustand
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im breiten Papierrand leicht fleckig
- Künstler
- Albert Hendschel
- Inv.-Nr.
- 13218
- Kategorie
- Druckgraphik
- Epoche
- 19. Jahrhundert (um 1851)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Radierung „Künstlerkarikaturen des Städelschen Kunstinstitut" von Albert Hendschel entstand um 1851.
- Titel
- Künstlerkarikaturen des Städelschen Kunstinstitut: Otto Scholderer, Julius Hamel, Louis Lang, Karl Bernhard Schlösser, Karl Harveng
- Technik
- Radierung auf Papier
- Beschriftung
- verso in Bleistift bezeichnet
- Beschreibung
- Bereits in jungen Jahren regte sich in dem jungen Albert Hendschel das Zeichentalent. Eine treffend ausgeführte Karikatur des Gymnasiallehrers überzeugte dann sogar den Vater, die künstlerische Laufbahn des Jungen zu fördern. Hendschel studierte sodann ab 1847 an der Städelschule und war dort seit 1851 bei Jakob Becker eingeschrieben. Auf unseren beiden wunderbaren Karikaturen stellt er auf dem ersten Blatt in der oberen Reihe von links nach rechts seine Mitschüler in der Klasse von Jakob Becker am Städelschen Kunstinstitut dar: Otto Scholderer (1834-1902), Julius Hamel (1834-1907), Louis Lang (1824- 1886), Karl Bernhard Schlösser (1832-nach 1914), Karl Harveng (1832-1874) und einen gewisser Nehrlich, über den allerdings keine weiteren Informationen vorliegen. Im zweiten Blatt finden sich nun nicht nur Akademieschüler: Die erste Reihe beginnt links mit zwei Figuren, die nicht identifiziert sind. Dann folgen als Mitstreiter der Akademie der Architekt Friedrich Wilhelm Ludwig (geboren 1828) und die Maler Karl Freiberger (1831-1855) und Leopold Bode (1831-1906). Die nächste Figur ist rückseitig als E. Hallenstein identifiziert, der zumindest als Künstler bei Jakob Becker nicht erwähnt ist. Dann folgt Carl Hessemer (1853-1944), bei dem es sich um den Sohn des ebenfalls an der Kunstakademie lehrenden Friedrich Maximilian Hessemer handelt. Der letzte Künstler im oberen Bunde ist Victor Lorie (1835-1912). Darunter folgen als Porträt links Johann Heinrich Hasselhorst (1825- 1904), Ernst Schalck (1827-1865), Philipp Winterwerb (1827-1873), Adolf Schreyer (1828-1899) und Peter Becker (1828-1904). Unsere beiden Blätter sind ein sprechendes Zeugnis von Hendschels meisterhaft verkürzter und dafür umso treffenderer Linienführung und der messerscharfen Charakterisierung seiner Mitmenschen. Ob es sich bei den Darstellungen in der unteren Reihe (besonders des ersten Blattes) um verschlüsselte Attribute zu den Künstlerfreunden handelt, wie teils vermutet wird, muss vorerst ungeklärt bleiben. Die kleine Dame in der Mitte auf dem ersten Blatt ist rückseitig mit "Erlangerin" bezeichnet. Auch bei den anderen Darstellungen dürfte es sich eher um spontane Einfälle handeln, teils aus dem Alltag, teils aus dem Akademieleben. Doch auch hier macht die Fähigkeit Hendschels, Typen mit wenigen Linien treffend zu charakterisieren, staunen.
- Größe
- Papier: 24,9 cm × 33,2 cm, Darstellung: 9,0 cm × 10,6 cm
- Zustand
- Akzeptabler Zustand. im breiten Papierrand leicht fleckig.
- Provenienz
- Aus dem Nachlass des Künstlers.
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