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Im Raum
Friedrich Preller d. Ä. (1804-1878)
Kaltnadelradierung, 19. Jahrhundert · Papier: 22,9 cm × 17,2 cm, Darstellung: 18,1 cm × 13,2 cm
550 €
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Zustand
Wie wir bewertenEs gibt Beschädigungen oder Beeinträchtigungen, die sich angesichts des Alters des Kunstwerkes aber im akzeptablen Rahmen bewegen.
im Rand minimal fleckig
- Künstler
- Willem Linnig
- Inv.-Nr.
- 13217
- Kategorie
- Druckgraphik
- Technik
- Kaltnadelradierung Erklärung
- Thema
- Porträt
- Epoche
- 19. Jahrhundert (19. Jahrhundert)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Kaltnadelradierung „Friedrich Preller d. Ä. (1804-1878)" von Willem Linnig entstand im 19. Jahrhundert.
- Titel
- Porträt des Malers Friedrich Preller d. Ä. (1804-1878)
- Technik
- Kaltnadelradierung auf Papier
- Beschriftung
- Oben rechts im Druck signiert: "WLinnig Junior".
- Beschreibung
- Willem Linnigs radiertes Porträt des damals weithin berühmten Malers Friedrich Preller offenbart eine interessante Bildstrategie, die sich erst bei näherer Betrachtung erschließt. Linnig schuf das Bildnis nach einer Porträtphotographie von Hertel in Weimar, die in den späten 1870er Jahren entstanden sein dürfte. Dort sieht man, seitenverkehrt zu unserer Radierung, Preller mit Stock und Mütze auf einem Stuhl sitzen. Die Photographie betont die Aktualität der Szene und bürgt bereits im Medium selbst für absolute Authentizität. Linnig wiederum dreht diesen Anspruch in seiner Graphik um: Der alte Künstler mit dem markanten Bart erscheint in einer Art Steinmedaillon, an dem Verwitterungsspuren und Risse darauf hinweisen, dass es sich um ein archäologisches Relikt aus vergangenen Tagen handeln soll. Prellers Porträt wird also in einer imaginierten Zukunft gefunden und dargestellt. Durch diese verschobene Zeitachse wird sowohl Prellers historische Größe als Monument der Vergangenheit deutlich gemacht, als auch das Vergessen, dem Preller als Vertreter eines heroischen Historismus in Zeiten der beginnenden Moderne ausgesetzt ist. Linnig hatte für dieses Vorgehen einen berühmten Vorläufer: Charles Meryon hat sich selbst in seiner Graphikfolge Eaux-fortes sur Paris auf sehr ähnliche Weise dargestellt. Als verwittertes Porträtrelief präsentiert er sich selbst als Vertreter einer vergangenen Zeit.
- Größe
- Papier: 22,9 cm × 17,2 cm, Darstellung: 18,1 cm × 13,2 cm
- Zustand
- Akzeptabler Zustand. im Rand minimal fleckig.
- Dargestellte Personen
- Friedrich Preller d.Ä. (1804–1878)
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