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Im Raum
Familienbild
Radierung, um 1892 · Papier: 13,1 cm × 14,5 cm
350 €
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Zustand
Wie wir bewertenLediglich normale, kleine Gebrauchsspuren, die den Gesamteindruck des Kunstwerkes nicht verschlechtern.
Altersgerechter Zustand mit leichten Altersspuren. Im Rand mit Rest
- Inv.-Nr.
- 15365
- Kategorie
- Druckgraphik
- Thema
- Porträt
- Epoche
- 19. Jahrhundert (um 1892)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Radierung „Familienbild" von Friedrich Christian Gottlieb Geyser entstand um 1892.
- Technik
- Radierung auf Papier
- Beschriftung
- Unterhalb der Darstellung links bezeichnet: "J. D. Schubert de.", rechts in der Druckplatte signiert: "F. C. Geyser fc:"
- Beschreibung
- Punktiermanier nach Johann David Schubert (1761 Dresden - um 1822). Mit hoher Wahrscheinlichkeit diente das "Familienbild" als Illustrationsstich zu einem literarischen Werk. Sowohl Familienratgeber als auch Almanache und Taschenkalender waren im 18. Jahrhundert häufig mit Grafiken versehen, die dem Leser das Glück der häuslichen Idylle demonstrieren sollten. Obgleich diese Schilderungen nur selten eine Entsprechung in der Realität fanden, bedeuteten sie den Zeitgenossen ein wünschenswertes Gegenbild zu ihrer eigenen Lebenswelt. Unserer Darstellung nicht unähnlich sind zahlreiche Arbeiten Daniel Chodowieckis (1718-1801), der viele Neuerscheinungen mal mehr, mal weniger moralisierend illustrierte. Als Beispiel wäre hier das Titelkupfer für eine Neuauflage von Theodor Gottlieb von Hippels einflußreichem Traktat "Über die Ehe" zu nennen, in dem Chodowiecki 1792 ein ähnliches Ideal einer in sich ruhenden kleinen Gruppe schuf, wie es auch unser "Familienbild" darstellt. Die vorliegende Schilderung einer siebenköpfigen Familie kann als Sinnbild reinster Idylle gelten, die in das Format zwischen rund und oval harmonisch eingefügt ist. Ungetrübte Harmonie vermitteln auch die Personen, die sich durch einen äußerst liebevollen Umgang miteinander und einen wechselseitigen Blickkontakt auszeichnen. Die beiden jüngsten Kinder auf dem Arm, stehen Mutter und Vater für das Ideal einer glücklichen Familie, zu der die übrigen drei Kinder andächtig hinsehen. Im Zentrum des Bildes und zugleich als Spitze der Komposition befindet sich die Mutter, deren gedankenvoller Blick dem sorgenden Ehemann gilt. Charakteristisch ist der "Schlüssellocheffekt", bei der der Betrachter wie ein Voyeur der Intimität der häuslichen Szene beiwohnt. Johann David Schubert hatte in seiner künstlerischen Laufbahn des öfteren Stichvorlagen für Taschenbücher und Romane geliefert, darunter Illustrationen zu Goethes "Werther", aber er fertigte auch Muster für die Meißener Porzellanmanufaktur an. Friedrich Christian Gottlieb Geyser, der unser Blatt im Jahr 1792 radiert haben soll,1 war hauptsächlich als Reproduktionsgraphiker tätig, wobei Tusch- und Punktiermanier zu seiner bevorzugten Technik gehörten. Eine Folge gemeinschaftlicher Illustrationen von Schubert und Geyser erschien 1794 in der Neuauflage der "Moralische[n] Kinderklapper".
- Größe
- Papier: 13,1 cm × 14,5 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Altersgerechter Zustand mit leichten Altersspuren. Im Rand mit Rest
- Literatur
- Ulrich Thieme, Felix Becker : Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart; Leipzig 1920; Bd. 13; S. 516.
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