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24 Ansichten aus der Rheingegend
Radierung, 1823 · Höhe: 34,5 cm, Breite: 29,0 cm, Tiefe: 1,3 cm
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Zustand
Wie wir bewertenGerade bei alter Kunst von besonders schöner, nahezu gebrauchsfreier Erhaltung; je nach Alter können kleinere Handhabungsspuren vorhanden sein.
Von außergewöhnlich schöner Erhaltung. Der Rand des Einbands ist stellenweise ausgefranst. Blattkanten schwach vergilbt und minimal gewellt. Umschlag leicht verschmutzt und am Rücken minimal professionell restauriert. Das Seidenpapier zwischen den Grafiken ist original erhalten. Stellenweise blasse Stockflecken und vereinzelt leichte Knicke. Die Darstellungen machen einen tadellosen Eindruck. Die Farbigkeit ist frisch erhalten. Der Titel wurdein farbigem Papier auf den Einband aufgewalzt
- Künstler
- Christian Georg Schütz, Thomas Sutherland
- Inv.-Nr.
- 13221
- Kategorie
- Mappenwerk
- Thema
- Landschaft
- Epoche
- 19. Jahrhundert (1823)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Radierung „24 Ansichten aus der Rheingegend" von Christian Georg Schütz entstand 1823.
- Künstler (Graphiker)
- Thomas Sutherland (um 1785 - 1835 )
- Künstler (Original)
- Christian Georg Schütz (1758 Flörsheim - 1823 Frankfurt am Main)
- Titel
- Rheingegenden von Mainz bis Cologn. In vierundzwanzig Ansichten
- Technik
- Handkolorierte Radierung auf Papier, Original-Umschlag Karton
- Beschriftung
- Unten mittig datiert: "1823". Auf dem Titelblatt bezeichnet: Beschreibung der Vierundzwanzig Rheinansichten welche die englische Uebersetzung nach dem Geheimenrath von Gerning's Rheinreise begleitete, nebst einer Karte; London. Bei R. Ackermann, 101, Strand, und gedruckt bei S. Schulze, 13, Poland Street. 1823.
- Beschreibung
- Christian Georg Schütz der Jüngere, Spross der Frankfurter Künstlerfamilie, begann im Alter von 12 Jahren eine Lehre in der Künstlerwerkstatt des Oheims und trat schon bald in die Fußstapfen desselben. Seine künstlerische Entwicklung mit einem Schwerpunkt in der Darstellung von Landschaften folgte sehr stark dem Älteren, mit dem er sich auch auf erste Reisen entlang des Rheins begab. Das in der Romantik besonders gern dargestellte und dabei meist stark verklärte Tal des Rheins mit seinen in unzählige Täler gedrängten Weinorten mit oftmals ungeahnt prachtvollen Kirchen und malerischen Fachwerkbauten, überhöht von pittoresken Burgruinen auf schroffen Felsen, stand zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch am Anfang seiner aufkeimenden Popularität. Schütz bereiste das Rheintal fünf Mal und fertigte, durch die Eindrücke dieser Studienfahrten geprägt, eine Vielzahl von Ansichten an. Diese folgten anfangs noch dem ruhigen Zeichenstil des ausgehenden 18. Jahrhunderts, gewannen schließlich aber immer stärker an dramatischer Inszenierung und bewusster Komposition von Personenstaffage und Lichtstimmung durch den Künstler. Bereits 1808 gab Schütz selbst ein Album mit Druckgraphiken heraus, die auf Grundlage von Skizzen einer zurückliegenden Reise entlang des verträumten Rheintales entstanden waren. Etwa zehn Jahre später erhielt Schütz den gezielten Auftrag des Frankfurter Sammlers Baron Johann Isaac von Gerning, Vorlagen für eine Stichserie anzufertigen, die in einem illustrierten Reiseführer herausgegeben werden sollten. Durch den deutschen Ackermann-Verlag in London publiziert, erschien 1820 A Picturesque Tour along the Rhine, from Mentz to Cologne, in der 24 kolorierte Rheinansichten enthalten waren.Als Stecher für die Aquatinta-Radierungen wurden mit Thomas Sutherland und David Havell zwei namhafte englische Reproduktionsstecher gewählt, die die originalen Aquarelle getreu umsetzten. Erst zwei bzw. drei Jahre später wurden Ausgaben mit deutschem Text herausgegeben. Die vorliegende Ausgabe stammt von 1823 und hat die gleiche Größe wie die prächtige Erstausgabe und ist inklusive Faltkarte und Einführung vollständig im Auslieferunsgzustand erhalten. Heute gilt der Reisebericht als eines der schönsten Bildwerke zur aufkeimenden Rheinromantik des 19. Jahrhunderts. Seine frühe Veröffentlichung in England sowie seine weite Verbreitung auf den britischen Inseln zeugt von der Begeisterung der Briten für das Rheintal, die im Laufe des Jahrhunderts für einen gewaltigen Strom an Lustreisenden sorgen sollte. Wie zur Illustration einer Rheinfahrt, etwa als Erinnerung oder auch zur Anwerbung weiterer Reiselustiger, sind in den 24 Ansichten besonders markante Orte und Ausblicke gezeigt, die neben ihrer dezenten Romantisierung auch zuverlässig Abbilder der Topographie am Rhein zu Beginn des Jahrhunderts geben. Die Darstellungen zeigen: Mainz, Wiesbaden-Biebrich, Schloß Johannisberg, Bingen, Binger Mäuseturm, Burg Fürstenberg, Bacharach, Pfalzgrafenstein bei Kaub, Oberwesel, Loreley mit Lachsfischern, Burg Rheinfels und St. Goar, Ruine Burg Thurnberg, Bornhofen, Ruine Burg Liebenstein, Boppard, Braubach, St. Johannis bei Nieder-Lahnstein, Festung Ehrenbreitstein und Koblenz, Engers und Sayn, Andernach und Neuwied, Ruine Hammerstein, Drachenfels und Rolandseck, Godesberg mit Siebengebirge und Köln.
- Größe
- Höhe: 34,5 cm, Breite: 29,0 cm, Tiefe: 1,3 cm
- Zustand
- Sehr guter Zustand. Von außergewöhnlich schöner Erhaltung. Der Rand des Einbands ist stellenweise ausgefranst. Blattkanten schwach vergilbt und minimal gewellt. Umschlag leicht verschmutzt und am Rücken minimal professionell restauriert. Das Seidenpapier zwischen den Grafiken ist original erhalten. Stellenweise blasse Stockflecken und vereinzelt leichte Knicke. Die Darstellungen machen einen tadellosen Eindruck. Die Farbigkeit ist frisch erhalten. Der Titel wurdein farbigem Papier auf den Einband aufgewalzt.
- Dargestellte Personen
- Verlag R. Ackermann
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