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Im Raum
Auf dem Lande
Kohle, um 1801 · Papier (braun): 22,1 cm × 24,9 cm
960 €
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Zustand
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Ganz leichter Mittelknick
- Künstler
- Anton Graff
- Inv.-Nr.
- 15466
- Kategorie
- Zeichnung
- Thema
- Architektur
- Epoche
- 19. Jahrhundert (um 1801)
- Kunststil
- Klassizismus
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Zeichnung „Auf dem Lande" von Anton Graff entstand um 1801.
- Technik
- Kohle auf Papier (braun)
- Beschriftung
- Verso von fremder Hand bezeichnet: "Anton Graff".
- Beschreibung
- Im heutigen Verständnis erscheint Anton Graff als Inbegriff des begnadeten Porträtisten am Wendepunkt von Klassizismus und Romantik. Doch besonders in Dresden, wo Graff seit seiner Übersiedlung 1766 und der Ernennung zum Professor für Porträtmalerei im Jahre 1788 maßgeblich wirkte, beschäftigte er sich mit der Landschaftsmalerei und wirkte so auch auf die jungen Künstler der sächsischen Landschaftsschule. Philipp Otto Runge, der, 1801 nach Dresden kommend, engen Anschluß an Graff fand, berichtete: "gestern bei dem alten Graff gewesen, er malte soeben eine Landschaft" und auch Elisa von der Recke erkundigte sich am 5. November 1801: "Malen Sie, edler Freund, recht fleißig Landschaften?". Auch wenn Graff Kontakt zu Adrian Zingg und Conrad Gessner hatte und sich dem romantischen Reiz der Landschaft, besonders im Plauenschen Grund, nicht verschloß, so scheint er doch erst um 1800 begonnen zu haben, sich auch zeichnerisch und malerisch mit der Natur auseinanderzusetzen. Berckenhagens umfassendes Werkverzeichnis nennt 98 Landschaftszeichnungen Graffs, die aus dem Nachlaß seines Sohnes stammten, darunter auch eine Darstellung des Inneren eines Stalles mit Durchblick auf einen Hof. Entstanden vermutlich um 1801 in Blasewitz reiht es sich in die Gruppe der spontanen "Erlebnis-Niederschriften" ein. Unser hier vorgestelltes Blatt zeigt eben jenen Stall, lediglich der Blickwinkel ist leicht verschoben. Das Interesse gilt nicht dem Ausblick aus dem Tor, sondern der Struktur des Innenraumes mit der Bretterwand und den Heuraufen. Unser Blatt ist vermutlich die erste klärende Skizze, die Graff für sich von dieser Situation geschaffen hat. Mit schnellen, groben Strichen hält er den unmittelbaren Eindruck des in schummrigem Lichte liegenden Stalles fest. Die vorliegende Arbeit stammt aus der berühmten Sammlung Graffscher Zeichnungen, die 1914 bei C. G. Boerner in Leipzig versteigert wurde, maßgeblich zusammengetragen aus dem Nachlaß des Sohnes. Unter Katalognummer 64 ist das bei Berckenhagen verzeichnete Blatt aufgeführt und unter Nummer 65 das unsrige.
- Größe
- Papier (braun): 22,1 cm × 24,9 cm
- Zustand
- Akzeptabler Zustand. Ganz leichter Mittelknick.
- Provenienz
- Sammlung A. O. Meyer, C. G. Boerner, Leipzig, 1914, Auktion, Lot Nr. 65
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