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Im Raum
Ausgewaschenes Flussufer mit Baumstumpf
Aquarell, 1935 · Papier: 21,6 cm × 28,7 cm
800 €
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Zustand
Wie wir bewertenEs gibt Beschädigungen oder Beeinträchtigungen, die sich angesichts des Alters des Kunstwerkes aber im akzeptablen Rahmen bewegen.
Entlang der Kanten sind geringfügige Spuren einer ehemaligen Rahmung festzustellen. Entlang der unteren Blattkante ist das Papier deutlich gewellt und die Farben sind stellenweise etwas verblasst. Rechts unten befindet sich eine Knickfalte im Papier. Die Farbigkeit ist frisch erhalten
- Künstler
- Karl Wolf
- Inv.-Nr.
- 15833
- Kategorie
- Aquarell
- Thema
- Landschaft
- Epoche
- 20. Jahrhundert (1935)
- Kunststil
- Moderne
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDas Aquarell „Ausgewaschenes Flussufer mit Baumstumpf" von Karl Wolf entstand 1935.
- Künstler
- Karl Wolf (1901 München - 1993 )
- Technik
- Aquarell über Federzeichnung auf Papier
- Beschriftung
- Unten links signiert: "Karl Wolf". Unten rechts datiert: "1. August 1935". Verso eigenhändig bezeichnet: "Karl Wolf München im Isartal".
- Beschreibung
- Ausschnitthafte Naturdarstellung eines Baumstumpfes an einem vom Fluss ausgewaschenen Ufer zwischen Büschen und Sträuchern. Die äusseren Umstände hätten für den sensiblen Maler Karl Wolf (1901-1993) kaum widriger sein können. Schon die Jugendjahre überschattete der Erste Weltkrieg. Der frühen Neigung zur künstlerischen Tätigkeit und dem Wunsch sich an der Münchner Kunstakademie, die sich unweit des Elternhauses befindet, einzuschreiben, widersprach die väterliche Authorität. Erst nach dem erfolglosen Versuch, Land und Forstwirtschaft zu studieren, durfte er sich an der Akademie einschreiben. Sein Lehrer, der nun gealterte Malerfürst Franz von Stuck, zählte ihn zu seinen bevorzugten Schülern. Neben der Lehre in dessen Malklasse bildete der gelehrige Karl Wolf sich in zahlreichen weiteren Disziplinen wie der Kunstgeschichte und den anatomischen Wissenschaften. In der Zeit zwischen den Kriegen stellte Karl Wolf erstmalig seine Werke öffentlich aus und erhielt einige Aufmerksamkeit. Da seine Werke nie der politischen Ideologie der nationalsozialistischen Partei folgten, wurde er bald von anderen verdrängt. Seine Naturbeobachtungen sind schlicht, nicht heroisch, genügsam statt monumental und friedvoll statt kriegerisch. Obwohl der junge Künstler vom Kriegsdienst verschont wurde, entkam er dem Krieg in München nicht. 1944 wurde das Haus der Familie von Bomben getroffen. Sie wurde in den Chiemgau evakuiert und auf den Höfen dortiger Bauernfamilien untergebracht. Bis 1953 lebte er in der Gegend von Trostberg und studierte die Natur. Erst dann zog er wieder nach München zurück, wo er bis zu seinem Tod als Künstler tätig war.
- Größe
- Papier: 21,6 cm × 28,7 cm
- Zustand
- Akzeptabler Zustand. Entlang der Kanten sind geringfügige Spuren einer ehemaligen Rahmung festzustellen. Entlang der unteren Blattkante ist das Papier deutlich gewellt und die Farben sind stellenweise etwas verblasst. Rechts unten befindet sich eine Knickfalte im Papier. Die Farbigkeit ist frisch erhalten.
- Provenienz
- Gesammelte Graphik Von Dr. F.W. Denzel, München
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