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Im Raum
Bauerngehöft in flacher Gegend
Bleistift, 18. Jahrhundert · Papier: 12,5 cm × 15,6 cm
2.900 €
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Zustand
Wie wir bewertenLediglich normale, kleine Gebrauchsspuren, die den Gesamteindruck des Kunstwerkes nicht verschlechtern.
Altersgerechter Zustand mit leichten Altersspuren
- Künstler
- Christoph Nathe
- Inv.-Nr.
- 15482
- Kategorie
- Zeichnung
- Thema
- Architektur
- Epoche
- 18. Jahrhundert (18. Jahrhundert)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Zeichnung „Bauerngehöft in flacher Gegend" von Christoph Nathe entstand im 18. Jahrhundert.
- Titel
- Bauerngehöft in flacher Gegend mit gradenden Rindern
- Technik
- Lavierter Bleistift auf Papier
- Beschriftung
- Unten rechts monogrammiert (ligiert): "NATHE".
- Beschreibung
- Christoph Nathe gehört zur frühen Generationen sächsischer Landschaftsmaler, die der Gattung - bisher in der Hierarchie der Bildgenres stets untergeordnet - einen neuen Stellenwert verliehen. Ausgehend von der Dresdener Akademie, die bei ihrer Neugründung 1764 erstmals eine eigene Professur für Landschaft etablierte, entwickelt sich eine eigenständige sächsische Landschaftskunst, die auch für die Entwicklung der deutschen Romantik grundlegend wichtig wurde. Obwohl nicht in Dresden, sondern an der Leipziger Akademie bei Adam Friedrich Oeser in der Malerei und bei Friedrich Bause im Kupferstich ausgebildet, wandte sich Nathe schon bald der Landschaft zu und stand mit den Dresdener Entwicklungen in steter und enger Beziehung. Seine aquarellierte Bleistiftzeichnung operiert nicht mit berühmten Bauten, beeindruckenden Ruinen oder spektakulären Naturereignissen. Sie zielt vielmehr auf den Einklang von Mensch und Natur. Das Blatt zeigt einen kleinen Hof zwischen Bäumen, ein verschachteltes, beschauliches Ensemble aus Holzhäusern, Remise und Ställen. Harmonisch verbindet sich die bäuerliche Architektur mit Büschen und dem Laub der Baumkronen. In einer klaren Diagonalkomposition setzt Nathe das malerische Gehöft in Beziehung zur flachen Landschaft und dem hohen Himmel und ordnet dem Vordergrund eine detaillierte, doch nie kleinliche Staffage aus Tieren, Figuren, Wagen und einzelnen Pflanzen zu. Dabei führt er den Blick so geschickt über das Blatt, daß die ausbalancierte Konstruktion ganz natürlich, wie zufällig gesehen, erscheint. Die subtile Lavierung, für die Nathe schon zu Lebzeiten gerühmt wurde, verstärkt die atmosphärische Dichte der Szene zum Eindruck eines hellen, friedlichen Sommertags. Die Schatten sind sanft, die hellbraunen Lasuren bilden keine scharfen Kontraste zum Papierton, doch beleben sie die Ansicht in ihrer ausgewogenen Verteilung und in den fein abgestuften Tönen. Wie der fast gleich alte Johann Christian Klengel, zu jener Zeit Professor für Landschaftsmalerei in Dresden, richtete auch Nathe sein Interesse weniger auf topographisch bestimmbare Orte im Sinne einer lexikalischen Erfassung und genauen Wiedergabe. Vielmehr interessierten ihn typische Ansichten und charakteristische Szenerien. Kleine Höfe, Dorfränder, das pittoreske Repertoire der heimatlichen Umgebung, fügte Nathe zu Kompositionen, die von der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts ebenso geprägt sind wie von der direkten Anschauung der Natur. Das Zeichnen im Freien erlebte in der künstlerischen Ausbildung der Zeit einen ungemeinen Aufschwung. Nathe, seit 1787 Direktor der Görlitzer Zeichenschule, hielt seine Schüler zu diesen Übungen an und fertigte selbst auf zahlreichen Wanderungen eine Vielzahl kleiner Reiseskizzen, die als Radierungen und Lithographien große Verbreitung fanden.
- Größe
- Papier: 12,5 cm × 15,6 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Altersgerechter Zustand mit leichten Altersspuren.
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