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Im Raum
Der Lotse geht von Bord
Radierung, 19. Jahrhundert · Pappe: 57,6 cm × 43,7 cm, Darstellung: 43,2 cm × 30,7 cm
250 €
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Zustand
Wie wir bewertenLediglich normale, kleine Gebrauchsspuren, die den Gesamteindruck des Kunstwerkes nicht verschlechtern.
Altersbedingt bräunlich verfärbt. Mit blassen Stockflecken. Bereibungsspuren entlang der Ränder
- Künstler
- Nach John Tenniel
- Inv.-Nr.
- 58899
- Kategorie
- Druckgraphik
- Epoche
- 19. Jahrhundert (19. Jahrhundert)
- Kunststil
- Realismus
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Radierung „Der Lotse geht von Bord" nach John Tenniel entstand im 19. Jahrhundert.
- Titel
- Der Lotse geht von Bord - Dropping the Pilot
- Technik
- Radierung auf Papier, aufgewalzt auf Pappe
- Beschriftung
- Unten links im Druck signiert: "after JT.". Unten mittig im Druck bezeichnet: "Dropping the Pilot".
- Beschreibung
- Die Karikatur "Der Lotse geht von Bord" zeigt Otto von Bismarck als erfahrenen Seemann, der die Gangway eines Schiffes hinabsteigt – Sinnbild für seinen unfreiwilligen Abschied vom Amt des Reichskanzlers im März 1890. Am oberen Rand des Schiffs lehnt Kaiser Wilhelm II., die Arme verschränkt, und blickt auf Bismarck herab. Die Szene verdichtet den politischen Bruch zwischen dem jungen Kaiser, der eine aktivere und riskantere Außenpolitik anstrebte, und dem alten Kanzler, der an seiner bewahrenden Diplomatie festhielt. Bismarcks Entlassung war die Folge zunehmender Konflikte, vor allem um das Sozialistengesetz und die Frage, wer die politische Führung innehaben sollte. Tenniels Karikatur macht den Machtwechsel sichtbar: Der „Lotse“ Bismarck, der das Reich durch die Stürme der europäischen Politik geführt hatte, wird nicht von selbst abgelöst, sondern von Bord gedrängt – ein Bild für den Beginn einer neuen, von Wilhelm II. selbst dominierten Ära.
- Größe
- Pappe: 57,6 cm × 43,7 cm, Darstellung: 43,2 cm × 30,7 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Altersbedingt bräunlich verfärbt. Mit blassen Stockflecken. Bereibungsspuren entlang der Ränder.
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