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Im Raum
Der Teufel beim Kirchenbau
Radierung, 19. Jahrhundert · Papier: 35,4 cm × 28,6 cm, Druckplatte: 27,6 cm × 17,2 cm, Darstellung: 22,0 cm × 13,1 cm
650 €
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Zustand
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Altersgerecht
- Künstler
- Moritz von Schwind, Wilhelm Hecht
- Inv.-Nr.
- 20642
- Kategorie
- Druckgraphik
- Thema
- Religiös
- Epoche
- 19. Jahrhundert (19. Jahrhundert)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Radierung „Der Teufel beim Kirchenbau" von Moritz von Schwind entstand im 19. Jahrhundert.
- Künstler (Graphiker)
- Wilhelm Hecht (1843 Ansbach - 1920 Linz/Donau)
- Künstler (Original)
- Moritz von Schwind (1804 Wien - 1871 München)
- Titel
- Sankt Wolfgang und der Teufel beim Kirchenbau
- Technik
- Radierung auf Chinapapier, aufgewalzt auf Papier
- Beschriftung
- Unten im Druck signiert: "M. v. Schwind Fect / W. Hecht sct.". Unten im Druck bezeichnet: "Sanct Wolfgang und der Teufel beim Kirchenbau. / Druck u. Verlag der Gesellschaft für vervielf. Kunst in Wien.".
- Beschreibung
- Wenige Künstler des 19. Jahrhunderts haben sich so hingebungsvoll dem bizarren Fabulieren hingegeben wie Moritz von Schwind. Seine von Märchenwesen bevölkerten Bildwelten ergehen sich in einer grotesk gesteigerten Ausschmückung, die weder vor dem Personal noch vor der Umgebung halt macht. Sein Rübezahl ist hierfür ein treffendes Beispiel: Der schrullige Einsiedler mit seinem Lanzen-Bart und der riesigen Herkules-Keule durchstreift in seinen Holzpantinen einen verwunschenen Wald, in dem jeder Baum ebenso viel Charakter hat wie Rübezahl selbst. Je knorriger und verschlungener, desto besser. Dieses Aufgehen in dem Durcheinander der Linien, die sich zu immer komplexeren Gebilden verdichten, findet man auch in den beiden anderen hier gezeigten Blättern und es ist das große Verdienst von Wilhelm Hecht gerade diese Art mit jeder einzelnen Linie zu erzählen, nachvollzogen zu haben. Im Blatt Wieland der Schmied findet sie sich in den Felsen wieder und bei Sankt Wolfgangs Kirchenbau sind es das üppige Blatt-werk und die einzelnen Äste, die in ihrer Dynamik zu eigenständigem Personal werden. Gerade solch ein Blatt zeigt aber auch Schwinds hohe Begabung für die pointierte Darstellung. Der sich abmühende und hechelnd dem Betrachter die Zunge rausstreckende Teufel wird kongenial mit dem Heiligen kontrastiert, der in sich ruhend die Maurerkelle bereit hält und dabei fast schon selbst zum Bauschmuck geworden ist. Gleiches gilt für den Rübezahl, der in seiner schrulligen Wanderschaft so viel in sich ruhende Unbekümmertheit offenbart, die Schwind durch kleine Details wie die runter gerutschten Socken oder die Knochen in der Hosentasche verdeutlicht. Alle drei Gemälde Schwinds, nach denen Wilhelm Hecht die vorliegenden Graphiken schuf, erwarb Adolf Friedrich Graf von Schack für seine Sammlung. Rübezahl und St. Wolfgang gehörten zu einem 25 Bilder umfassenden Konvolut, das er 1869 direkt vom Künstler kaufen konnte. Schwind nannte sie Reisebilder und schuf sie ohne Auftraggeber aus privatem Anlass. Dies mag auch das unkonventionelle Erscheinungsbild dieser Bilder erklären. Hier konnte er sich ganz seiner Lust am Phantastischen überlassen und in skurrilen Formen und Bildwelten schwelgen.
- Größe
- Papier: 35,4 cm × 28,6 cm, Druckplatte: 27,6 cm × 17,2 cm, Darstellung: 22,0 cm × 13,1 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Altersgerecht.
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