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Im Raum
Dorfansicht
Bleistift, 1869 · Papier: 14,9 cm × 22,1 cm
350 €
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Zustand
Wie wir bewertenEs gibt Beschädigungen oder Beeinträchtigungen, die sich angesichts des Alters des Kunstwerkes aber im akzeptablen Rahmen bewegen.
Entlang der Kanten schwach verfärbt. Oben links befindet sich eine Knickfalte im Papier. Die Blattecken sind minimal bestoßen
- Künstler
- Anton Doll
- Inv.-Nr.
- 13392
- Kategorie
- Zeichnung
- Thema
- Architektur
- Epoche
- 19. Jahrhundert (1869)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Zeichnung „Dorfansicht" von Anton Doll entstand 1869.
- Technik
- Bleistift auf Papier
- Beschriftung
- Unten links im Druck signiert: "A. Doll". Verso bezeichnet: "undeutlich bezeichnet und datiert".
- Beschreibung
- In dem von Max Gruber zitierten Nekrolog für den 1887 verstorbenen Anton Doll, den dessen Freunde 1888 veröffentlichten, schildern diese nicht nur Dolls Vorliebe für die Münchner Architekturmotive, für die der Maler bekannt war, sondern auch dessen Neigung "mit seiner Zeichnungsmappe gern auch nach auswärts [zu schlendern, dort] holte er sich 'Dorfpartien' und Mühlen". Doll durchwanderte die nord- und südalpinen Länder mit wachem Blick für einprägsame, zuweilen urwüchsige Szenen. Von solchen Streifzügen stammt auch diese Zeichnung. Sie zeigt den Blick durch eine Dorfstraße nahe eines ansteigenden Gebirges. Mittig erhebt sich aus der dörflichen Silhouette eine große Kirche, vielleicht ein Klosterkomplex. Angeregt durch den Vater Georg (1873-1959), der bereits einen Grundstock von Zeichnungen und Stichen meist religiösen Inhalts zusammengetragen hatte, begann Dr. Wilhelm Denzel in den 1920er Jahren selbst zu sammeln. Seine besondere Leidenschaft galt der Landschaftsdarstellung der Münchner Schule sowie der humoristischen Zeichnung, in erster Linie der Karikatur um 1900 aus dem Umfeld der Zeitschriften "Simplicissimus", "Jugend" und "Fliegende Blätter". Denzel richtete sich bei Erwerb der Blätter nicht vorrangig nach den bekannten Namen, ungewöhnliche Motive und die zeichnerische Qualität waren ihm immer wichtiger. So entstand eine thematisch überaus breit gefächerte Sammlung von ungefähr dreitausend Zeichnungen mit süddeutschem Schwerpunkt, in der es selbst in den klassischen Gattungen wie Landschaft und Genre viel Interessantes und nie Gesehenes zu entdecken gibt - ein Querschnitt durch das vielgestaltige Schaffen im Laufe eines Jahrhunderts, von etwa 1830 bis 1930.
- Größe
- Papier: 14,9 cm × 22,1 cm
- Zustand
- Akzeptabler Zustand. Entlang der Kanten schwach verfärbt. Oben links befindet sich eine Knickfalte im Papier. Die Blattecken sind minimal bestoßen.
- Stempel
- Sammlerstempel, Georg und Dr. F. Wilhelm Denzel. München. 20. Jahrhundert, 19. Jahrhundert
- Provenienz
- Sammlung Denzel
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