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Im Raum
Findlinge am Fluss und Brücke
Rötel, 18. Jahrhundert · Papier: 20,5 cm × 30,4 cm
1.700 €
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Zustand
Wie wir bewertenLediglich normale, kleine Gebrauchsspuren, die den Gesamteindruck des Kunstwerkes nicht verschlechtern.
Mit leichten Altersspuren. Leicht restauriert. Oben leicht fleckig. Vermutlich Abklatsch
- Künstler
- Johann Christian Klengel
- Inv.-Nr.
- 15475
- Kategorie
- Zeichnung
- Thema
- Landschaft
- Epoche
- 18. Jahrhundert (18. Jahrhundert)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Italien
Details
nach obenDie Zeichnung „Findlinge am Fluss und Brücke" von Johann Christian Klengel entstand im 18. Jahrhundert.
- Titel
- Landschaft mit Findlingen und Brücke am Fluss
- Technik
- Rötel auf Papier
- Beschriftung
- Oben links signiert: "Klengel f.".
- Beschreibung
- Innerhalb von Johann Christian Klengels etwa fünfzigjähriger Schaffenszeit lässt sich seine stilistische Entwicklung von noch spätbarock komponierten, in der Tradition seines Lehrers Christian Wilhelm Ernst Dietrich stehenden Landschaften hin zu idealen sowie zu realistischen Dorfansichten und vorromantisch anmutenden Landschaften seiner reifen Jahre verfolgen. Doch was sich kaum ändert, ist das Repertoire an Bildelementen. So zieht sich ein Motiv wie der rastende Hirte mit Rinderherde am Ufer eines Flusses durch Klengels gesamtes Schaffen. Auch Felsbrocken, ein Steg über ein Gewässer und einige charakteristische Bäume sowie der Ausblick zu einem Dorf sind die stets wiederkehrenden bescheidenen Elemente, mit denen der Künstler sein umfangreiches OEuvre von hunderten Zeichnungen, Radierungen und Gemälden schuf. Die Kunst bestand in seinem Falle in der Variation und gleichsam in der Lust an der Wiederkehr des Immergleichen. Erfahrung und Rückgriff auf Bewährtes - wie die Gestalt des zusammengerollt schlummernden Hirten und die ruhenden, grasenden und wiederkäuenden Rinder - treffen zusammen mit der nicht nachlassenden Neugier auf die unspektakulären, gleichwohl harmonischen dörflichen Szenerien, die ihm seit seiner Kindheit in Kesselsdorf aus Dresdens Umgebung vertraut waren. Wenn er schließlich als reifer Zeichner wie im vorliegenden Falle auf so ein bewährtes Motiv zurückgriff, konnte er sich ganz auf den Zusammenklang zwischen Gestein, Laub, Gewässer und Staffage, auf die lockere und zugleich konkret bleibende Zeichenweise mit raschem Schraffieren und vor allem auf die räumlichen Zusammenhänge zwischen Wiese, Wald und dem Ausblick in die Ferne konzentrieren. Obwohl er hier fast die gesamte Fläche des Blattes mit dem Rötel überzog, gelang es ihm mit Leichtigkeit, durch die Verteilung von Licht und Schatten die Volumina der Tiere und Felsen, die unterschiedlichen Charakteristika der Laub- und Nadelbäume dahinter erlebbar zu machen. Dazu hatte er eine eigenwillige Strichführung mit der Feder, schwarzer Kreide oder eben Rötel entwickelt, die aus einem System von ineinander übergehenden Kürzeln, Kringeln und Schraffuren besteht. Sie folgt zwar keineswegs exakt dem anatomischen und morphologischen Wuchs der Tiere und Pflanzen, doch erzeugte Klengel damit die Illusion von wiedererkennbaren Pflanzen und charakteristischen Verhaltensweisen der Tiere. Mit diesem Zeichenstil und mit seinem unermüdlichen, bis in die letzten Lebensjahre hinein praktizierten Naturstudium wies er einer ganzen Generation von nachfolgenden Landschaftsmalern den Weg zu einer realistischen Naturauffassung. | Wasserzeichen: ("GIR")
- Größe
- Papier: 20,5 cm × 30,4 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Mit leichten Altersspuren. Leicht restauriert. Oben leicht fleckig. Vermutlich Abklatsch.
- Wasserzeichen
- Buchstaben/Ziffern: GIR | Datierung:
- Literatur
- Fröhlich, Anke; Klengel, Johann Christian: "Glücklich gewählte Natur--". Der Dresdner Landschaftsmaler Johann Christian Klengel (1751-1824) ; Monographie und Werkverzeichnis der Gemälde, Zeichnungen, Radierungen und Lithographien; Hildesheim; New York 2005. Werkverzeichnis Nr.: Z461.
- Werkverzeichnis
- Z461
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