Zum Vergrößern klicken
Referenzbild zur Größenwirkung. Dekoration, Möbel und eventuelle Rahmen sind nicht Bestandteil des Angebots.





Im Raum
Frauenstudie
Bleistift, 1846 · Papier: 18,9 cm × 24,0 cm
650 €
inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer; differenzbesteuert nach § 25a UStG, daher kein gesonderter Umsatzsteuerausweis auf der Rechnung.
Vorrätig — Lieferzeit 1–3 Werktage
Versand innerhalb Deutschlands kostenlos; Versandkosten für andere Länder siehe Versandtabelle.
Zustand
Wie wir bewertenLediglich normale, kleine Gebrauchsspuren, die den Gesamteindruck des Kunstwerkes nicht verschlechtern.
Entlang der Kanten altersbedingt geringfügig verfärbt und vereinzelt minimal fleckig
- Künstler
- Ludwig Thiersch
- Inv.-Nr.
- 13187
- Kategorie
- Zeichnung
- Thema
- Porträt
- Epoche
- 19. Jahrhundert (1846)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Zeichnung „Frauenstudie" von Ludwig Thiersch entstand 1846.
- Technik
- Bleistift auf Papier
- Beschriftung
- Unten rechts monogrammiert: "L. Th.". Unten rechts datiert: "1846".
- Beschreibung
- Ludwig Thiersch studierte zuerst in München die Bildhauerei in der Klasse von Ludwig Schwanthaler, um nach kurzer Zeit in die Malklasse zu wechseln, was ihm wohl Schwanthaler selbst nahelegte. Es folgte eine lange Schulung der Zeichentechnik durch Nachzeichnen von Gipsabgüssen antiker Statuen und Draperien. Aber auch das Modell- und Aktstudium wurde damals an der Münchner Akademie zugelassen, wovon die jungen Studenten nur profitieren konnten. Bald durfte Thiersch in die Componir-Klasse von Schnorr von Carolsfeld aufsteigen und verbrachte dort drei Jahre, die sich als äußerst fruchtbar erwiesen. 1846, im Jahr der Entstehung der Frauenstudie, wird Thiersch zusammen mit seinem Freund Carl Theodor von Piloty Schüler von Henrich Maria Heß, der wie Schnorr von Carolsfeld dem Kreis der Nazarener angehörte. All diese Etappen seiner Ausbildung sind in der Bleistiftstudie zu erkennen. Eine junge Frau, einer mythologischen Göttin gleich, nimmt eine nachdenkliche Pose ein, umhüllt von einem Überwurf, der einem Himation ähnelt. Die Linie spielt in dieser Zeichnung eine dominierende Rolle, obwohl Thiersch zum gleichen Zeitpunkt die Modellierung durch Schattengebung zu vervollkommnen sucht. Trotz des stilisierten Kostüms ist hier das Zeichnen nach einem lebenden Modell offenkundig, dessen Körper sich unter dem Gewand abzeichnet. Als Ludwig Thiersch 1825 als Sohn des Münchner Universitätsprofessors Friedrich Wilhelm von Thiersch geboren wurde, gehörte Julius Schnorr bereits seit acht Jahren dem Lukasbund an. Eine ganze Generation trennte Thiersch mithin von den Nazarenern, und trotzdem blieb er in seinem gesamten OEuvre seinen großen Vorbildern treu. Er wird heute von der Wissenschaft würdig als Spätnazarener bezeichnet. (Ludwig Thiersch. Studienblätter, Entwürfe, Vorstudien. Katalog zur Ausstellung im Rathaus Kelkheim (26. Februar - 13. März 1983); S. Heidemarie Schade, Ludwig Thiersch (1825 - 1909). Ölstudien und Zeichnungen eines Spätnazareners. Katalog zur Ausstellung im Suermondt-Ludwig-Museum (30. September - 18. November 1979), Aachen 1979.)
- Größe
- Papier: 18,9 cm × 24,0 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Entlang der Kanten altersbedingt geringfügig verfärbt und vereinzelt minimal fleckig.
- Rückseite
- Landschaftsstudie, datiert: 20. Juli""
Fragen zu diesem Werk?
Wir beraten Sie gern zu Zustand, Provenienz oder Rahmung — telefonisch, per E-Mail oder bei einem Besuch in unserer Frankfurter Galerie. Auch ein Rückruf ist möglich.
