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Im Raum
Römisches Grabmal Via Nomentana
Radierung, 19. Jahrhundert · Papier: 20,4 cm × 25,8 cm, Druckplatte: 15,7 cm × 20,8 cm
300 €
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Zustand
Wie wir bewertenGerade bei alter Kunst von besonders schöner, nahezu gebrauchsfreier Erhaltung; je nach Alter können kleinere Handhabungsspuren vorhanden sein.
Gereinigter Zustand. Schöner, kontrastreicher Abdruck
- Künstler
- Johann Christian Reinhart
- Inv.-Nr.
- 60
- Kategorie
- Druckgraphik
- Thema
- Landschaft
- Epoche
- 19. Jahrhundert (19. Jahrhundert)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Italien
Details
nach obenDie Radierung „Römisches Grabmal Via Nomentana" von Johann Christian Reinhart entstand im 19. Jahrhundert.
- Titel
- Römisches Grabmal an der Via Nomentana bei Rom
- Technik
- Radierung auf Papier
- Beschriftung
- Unten rechts in der Platte signiert und datiert, unterhalb der Darstellung im Rand beschriftet.
- Beschreibung
- Dieses Blatt stammt aus der Graphik-Folge mit den Ansichten von sechs römischen Grabmälern von Johann Christian Reinhart. Sie markiertden Beginn von Reinharts Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Verleger und Kunsthändler JohannFriedrich Frauenholz (1758-1822). Die 1792 publizierte Folge verkörpert dabei Reinharts Wunsch nacheinem von der Antike lebendig durchdrungenen Italien. Anders als Piranesis wild-romantische Architekturveduten,in denen Phantasie und Realität eine unauflösbare Allianz eingehen, suchte Reinhart einendie Realität spiegelnden Ansatz in seinen Blättern zu verwirklichen. Es sollte eben jene Antike auch weiterhinals Teil der Lebenswelt des zeitgenössischen Menschen erscheinen. Wo Piranesis Visionen oft insAbgründige und Schauerliche gleiten, da inszeniert Reinhart bewusst eine Aussöhnung des Menschen mitden Relikten der Vergangenheit. Ihre Präsenz erfüllt dabei zwei wichtige Faktoren des Erinnerungskultes:Sie weisen zum einen darauf hin, dass nichts ewig dauert, und sei es noch so prächtig und mächtig. Zumanderen betonen sie die Kontinuität des Lebens, auch über den Tod hinaus, wofür die Grabmäler einedoppelte Symbolik entwickeln. Reinhart verzichtet allerdings auf eine Nivellierung der eigentlichen Bedeutung der Bauwerke. Die Überwachsungenund der Verfall sind hier gerade keine Zeichen des Vergessens. Kompositorisch bindet Reinheitdie Grabmäler so in seine Radierungen ein, dass sie stets von einem tiefer liegenden Standpunkt ausgesehen werden und so für den Betrachter erhöht erscheinen. Wie Monumente ragen sie in den Himmelempor und erheben sich über die Wirkungsebene des Menschen. Die einzige Ausnahme bildet das Blattmit der Ansicht des Inneren des Grabmals der Nasoner. Hier erhellt die Sonne das leere Innere des Grabmalsund Reinhart verzichtet auf die Darstellung von Personen in diesem Blatt. Man kann dies als medialeVerschiebung verstehen: Wo wir bei den anderen Blättern von außen auf die komplette Szenerie schauenund gleichsam wie ein unbeteiligter Beobachter alles überblicken, da sind wir in diesem Blatt selbstbeteiligt und nehmen die Position ein, die in den anderen Blättern den italienischen Hirten zuteil wird. Diese Methode steigert die Zugehörigkeit des Betrachters zu der Szenerie und führt ihn damit an ReinhartsVorstellung einer lebendigen Antike heran. Wir stehen selbst in der Antike.
- Größe
- Papier: 20,4 cm × 25,8 cm, Druckplatte: 15,7 cm × 20,8 cm
- Zustand
- Sehr guter Zustand. Gereinigter Zustand. Schöner, kontrastreicher Abdruck.
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