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Im Raum
Sophiens Reise nach Sachsen
Federzeichnung, 18. Jahrhundert · Papier: 11,5 cm × 5,5 cm
1.400 €
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Zustand
Wie wir bewertenLediglich normale, kleine Gebrauchsspuren, die den Gesamteindruck des Kunstwerkes nicht verschlechtern.
Altersgemäßer Originalzustand. Alt auf Unterlagen montiert. Zwei Blätter mit leichten horizontalen Knickspuren im oberen Bereich
- Künstler
- Jakob Wilhelm Mechau
- Inv.-Nr.
- 19438
- Kategorie
- Zeichnung
- Technik
- Federzeichnung Erklärung
- Thema
- Mode
- Epoche
- 18. Jahrhundert (18. Jahrhundert)
- Kunststil
- Klassizismus
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Federzeichnung „Sophiens Reise nach Sachsen" von Jakob Wilhelm Mechau entstand im 18. Jahrhundert.
- Titel
- 3 Illustrationen zu: Sophiens Reise von Memel nach Sachsen
- Technik
- Lavierte Federzeichnung auf Papier
- Beschriftung
- verso bezeichnet
- Beschreibung
- Nach seiner Ausbildung in Berlin bei Bernhard Rode und bei Adam Friedrich Oeser in Leipzig und Dresden kehrte Jakob Wilhelm Mechau 1773 für drei Jahre in seine Heimatstadt Leipzig zurück. Aus eben dieser Zeit stammt unsere kleine Serie von Illustrationen zu Johann Timotheus Hermes' "Sophiens Reise von Memel nach Sachsen". Neben seinen berühmten Landschaftsbildern zwischen Claude Lorrain und Jakob Philipp Hackert schuf Mechau mehrfach Illustrationen, von denen sich mehrere in der Wiener Albertina befinden. Die Arbeiten bestechen neben der virtuos komponierten Szenerie, die das kleine, schwierige Format vergessen läßt, besonders durch die Einbettung der Figuren in einen eigenständigen und definierten Raum. Das häufig bühnenbildhafte und summarische solcher Textkupfer weicht bei Mechau einer narrativen Stringenz, die den Bildraum einbezieht und die Figuren in ihm verankert. Der Briefroman erzählt in klassischer englischer Manier die Geschichte der jungen Waisen Sophie, die als Dank für die Aufnahme bei ihrer Gönnerin, der Witwe E. aus Memel, einige Briefe an deren leibliche Tochter überbringen möchte. All dies in Begleitung ihres lange verschollen geglaubten Bruders, der als russischer Offizier Schutz auf den seit dem Siebenjährigen Krieg unsicheren Straßen verspricht. Wie nicht anders zu erwarten entwickelt sich der Roman äußerst verwickelt. Ein immer wieder thematisierter Kern des Romans ist der Gegensatz zwischen Adel und Bürgertum und das Problem der Reflektion. Sophies intensive Auseinandersetzung mit ihren eigenen Gefühlen läßt sie oft den richtigen Weg verkennen und gipfelt in einer schwerwiegenden Unentschlossenheit. Schlußendlich ist dies auch der Grund, aus dem Sophie es in fünf Bänden lediglich von Memel bis Danzig schafft, was einer Strecke von etwa dreihundert Kilometer entspricht. Sophies "reflektierende Sprödigkeit", die sich in der Unsicherheit über die richtige Wahl der beiden Männer, die ihr in dem Roman begegnen, manifestiert, versteht Hermes als das "Unnatürliche". Gerade die Rückführung zur "Natürlichkeit" ist es, die er als Ideal für die 70er Jahre des 18. Jahrhunderts empfindet. Die übermäßige Reflektiertheit Sophies' ist es, die ihr die natürlichen Regungen und Empfindungen verwehrt. Diese Zögerlichkeit, die in Hermes' Charakter der Sophie bereits angelegt ist, mündet schließlich in dem Subjektivismus eines Werthers mit all seinen Folgen.
- Größe
- Papier: 11,5 cm × 5,5 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Altersgemäßer Originalzustand. Alt auf Unterlagen montiert. Zwei Blätter mit leichten horizontalen Knickspuren im oberen Bereich.
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