5 2
DEEN

Referenzbild zur Größenwirkung. Dekoration, Möbel und eventuelle Rahmen sind nicht Bestandteil des Angebots.

Marie von Savigny

Wald bei Nervi, Genua

Aquarell, 1889 · Papier: 27,0 cm × 21,1 cm

1.000 

inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer; differenzbesteuert nach § 25a UStG, daher kein gesonderter Umsatzsteuerausweis auf der Rechnung.

Originales Aquarell aus dem 19. Jahrhundert — limitiertes Einzelexemplar Signiert
Preisvorschlag machen

Vorrätig — Lieferzeit 1–3 Werktage

Versand innerhalb Deutschlands kostenlos; Versandkosten für andere Länder siehe Versandtabelle.

Akzeptabel 3 von 6

Es gibt Beschädigungen oder Beeinträchtigungen, die sich angesichts des Alters des Kunstwerkes aber im akzeptablen Rahmen bewegen.

In den Blattecken sind einzelne Einstiche von Reißzwecken oder ähnlichem zu sehen. Die Farbigkeit ist frisch erhalten

Zahlungsarten:
Inv.-Nr.
16237
Kategorie
Aquarell
Epoche
19. Jahrhundert (1889)
Kunststil
Moderne

Zu den Details

Details

nach oben

Das Aquarell „Wald bei Nervi, Genua" von Marie von Savigny entstand 1889.

Titel
Steinbecken mit Quelle im Wald bei Nervi, Genua
Technik
Aquarell auf Papier
Beschriftung
Unten rechts signiert: "MS 1889 Nervi".
Beschreibung
Freda Sophie Karoline Marie von Savigny, geborene Gräfin von Arnim (1831 Boitzenburg - 1905) ist uns als Gattin des preußischen Gesandten und Mitbegründers der Zentrumspartei, Karl Friedrich von Savigny (1814-1875) bekannt. Als solche begleitete sie Ihren Mann auf diplomatische Reisen und musste selbst zahlreiche repräsentative Pflichten übernehmen und an gesellschaftlichen Anlässen teilnehmen. In ihren überlieferten Briefen aus dem Privatbesitz der Familie kann man von der hohen Belastung der jungen Frau lesen, die darüber hinaus die drei gemeinsamen Kinder großzog. Ihr Interesse für die Kultur drückte sich in häufigen Theaterbesuchen aus sowie der Anstellung eines Zeichenlehrers, einem nicht näher bekannten Düsseldorfer Maler. Der romantische Blick auf Naturlandschaften mit nur behutsamem Eingriff durch moderne Siedlungen lässt den Einfluss der Düsseldorfer Malerschule zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf Marie von Savigny erkennen. Ihre Landschaften, die von Helgoland über das Rheintal, das Ahrtal, Baden und die Schweiz bis Norditalien reichen, zeichnen sich durch pittoreske Aussichten sowie die Hervorhebung markanter natürlicher Formationen aus und tragen nur selten Figurenstaffage. Die besondere Wirkung ihrer Aquarelle wird durch die leuchtende Farbigkeit hervorgerufen, die sie durch die bevorzugte Verwendung von Blau- und Grüntönen sowie geschickte Licht- und Dunsteffekte in der Atmosphäre bildet. Selbst ihren monochrom angelegten Aquarellen vermag sie eine innere Leuchtkraft zu verleihen. In ihren Zeichnungen gelingt dies durch die gezielte Verwischung dunkler Bereiche und die Höhung heller Bereiche in Weiß. Trotz der nicht wenigen repräsentativen Pflichten, die Marie von Savigny als Frau des Diplomaten Karl Friedrich von Savigny wahrnehmen musste, und der hohen Belastung häufiger Reisen und Ortswechsel, hatte sie doch die für ihre Zeit ungewöhnliche Möglichkeit als Künstlerin ferne Landstriche zu entdecken und im Bild festzuhalten. In ihrem künstlerischen Nachlass lässt sich eine landschaftliche Vielfalt entdecken, die ihresgleichen sucht. Markus Raasch (Hrsg.): Adeligkeit, Katholizismus, Mythos. Neue Perspektiven auf die Adelsgeschichte der Moderne (Elitenwandel in der Moderne, 15), München 2014, S. 120ff. Nicht weit von Genua an der ligurischen Küste liegt der Ort Nervi, der hier fern der weiten Küstenlinie gezeigt ist. Scheinbar abgeschieden der Stadt fand die Künstlerin diesen nahezu kontemplativen Ort mit einer von Mauern umfassten Quelle und musste wohl, so meint man, zwischen der ruhigen Erfrischung in der Quelle und dem aquarellieren dieses Hortus secretus wählen. Die merkwürdige Struktur macht durch den wilden Bewuchs einen altehrwürdigen Eindruck und könnte als antike Ruine eingeordnet werden. Die strahlendweiße Abtrennung eines Beckens mit verschiedenen Abstufungen lässt jedoch auch an eine anhaltende Nutzung denken. Als Diplomatengattin war es Marie von Savigny als einer von wenigen Künstlerinnen ihrer Zeit vergönnt, eine Reise zu diesem gleichermaßen entlegenen wie malerischen Ort zu unternehmen.
Größe
Papier: 27,0 cm × 21,1 cm
Zustand
Akzeptabler Zustand. In den Blattecken sind einzelne Einstiche von Reißzwecken oder ähnlichem zu sehen. Die Farbigkeit ist frisch erhalten.
Persönliche Beratung

Fragen zu diesem Werk?

Wir beraten Sie gern zu Zustand, Provenienz oder Rahmung — telefonisch, per E-Mail oder bei einem Besuch in unserer Frankfurter Galerie. Auch ein Rückruf ist möglich.

Peterskirche auf dem Petersberg
Marie von Savigny
1858 · Aquarell
700 inkl. MwSt. · inkl. Versand (DE)
Ruderboot auf See
Marie von Savigny
19. Jhd. · Bleistift
600 inkl. MwSt. · inkl. Versand (DE)
Mittelmeerküste bei Nervi
Marie von Savigny
1881 · Aquarell
1.050 inkl. MwSt. · inkl. Versand (DE)
Fluss durch bewaldetes Tal
Marie von Savigny
um 1890 · Aquarell
1.000 inkl. MwSt. · inkl. Versand (DE)
Felsige Meeresküste bei Nervi, Genua
Marie von Savigny
um 1889 · Aquarell
1.000 inkl. MwSt. · inkl. Versand (DE)
Kloster am Rhein
Marie von Savigny
19. Jhd. · Bleistift
700 inkl. MwSt. · inkl. Versand (DE)

Alle Werke