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Im Raum
Häusliche Szene
Federzeichnung, 1890 · Papier: 19,2 cm × 24,8 cm
1.100 €
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Zustand
Wie wir bewertenLediglich normale, kleine Gebrauchsspuren, die den Gesamteindruck des Kunstwerkes nicht verschlechtern.
Papier etwas gebräunt und schwach flekig
- Künstler
- Christian Valdemar Clausen
- Inv.-Nr.
- 12622
- Kategorie
- Zeichnung
- Technik
- Federzeichnung Erklärung
- Thema
- Trachten
- Epoche
- 19. Jahrhundert (1890)
- Kunststil
- Realismus
- Land
- Dänemark
Details
nach obenDie Federzeichnung „Häusliche Szene" von Christian Valdemar Clausen entstand 1890.
- Titel
- Häusliche Szene. Dame in schlichter Waschküche
- Technik
- Lavierte Federzeichnung auf Papier
- Beschriftung
- Unten rechts signiert: "Christian Clausen.". Unten rechts datiert: "90".
- Beschreibung
- Der dänische Maler Christian Clausen schilderte hauptsächlich wirklichkeitsgetreue Szenen aus dem alltäglichen Leben in der Hauptstadt Kopenhagen. So gewährt er uns auch in diesem Blatt Einblick in einen zwar weniger repräsentativen denn privaten, heimeligen Ort: einen Hauswirtschaftsraum mit dem großen Zuber, dem Waschbrett, den Bottichen unter den Waschtischen und dem Trockenschrank an der Wand darüber. Die Wände, Türen, Decken und der Boden sind zum größten Teil aus Brettern gezimmert. Die bauliche Situation der einfachen Szene erlaubte Clausen auch eine kleine Kaprice, denn sein Interesse bei dieser Darstellung galt offensichtlich auch dem besonderen Reiz der geometrischen Ausrichtung der Baumaterialien, vor allem der verschiedenen Bretterarten im Raum, die er mit besonderer Detailgenauigkeit wiedergibt. Dieser Kunstgriff ist sicherlich auch seiner 1880 begonnenen Architektenausbildung geschuldet. Die Präzision der Zeichnung und Klarheit der Komposition legt den Gedanken an die Arbeiten seines Landsmannes Christoffer Wilhelm Eckersberg nahe. Die ruhige Stimmung, das In-sich-Verharren wiederum rückt das Blatt in die Nähe der melancholisch-mysteriösen Interieurs seines ebenfalls aus Dänemark stammenden Zeitgenossen Vilhelm Hammershøi. Im Vordergrund, wo die Bodenbretter mit den Fliesen zusammentreffen, sitzt die Hauskatze, die gerade durch die am rechten Bildrand geöffnete Türe geschlüpft sein mag. Die Hausfrau steht an dem vom Tageslicht erhellten Fenster und scheint mit dem Abwasch beschäftigt. Sie hält jedoch gerade in ihrer Arbeit inne und trocknet sich gedankenverloren die Hände an der Schürze. Ihr Blick ist auf das Fenster gerichtet. Der romantisch-sehnsuchtsvolle Charakter des Fensterblicks bricht hier allerdings ebenso wenig durch, wie die Melancholie der stillen Einsamkeit. In ihrer Haltung in dem profanen Winkel bleibt sie ausdrücklich im Hier und Jetzt verankert. Ob sie sich einem Tagtraum hingibt oder sehnend auf die Straße blickt, kann der Betrachter nicht entschlüsseln, denn der Künstler stellt die Frau nicht nur mit dem Rücken zu uns dar, er verdeckt dazu noch die linke, dem Fenster zugewandte Körperhälfte durch eine Stütze des Deckenbalkens und der Blick aus dem Fenster bleibt leer. Es ist der eigenen Vorstellungskraft überlassen, den Gemütszustand der Dame zu erraten.
- Größe
- Papier: 19,2 cm × 24,8 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Papier etwas gebräunt und schwach flekig.
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