Balthasar Anton Dunker
(1746–1807)
Auf Veranlassung seines Onkels, des Barons Olthof, hatte Balthasar Dunker in Stralsund ersten Zeichenunterricht erhalten. Mit seinem Lehrer Jakob Philipp Hackert und dem Porträtmaler Georg David Matthieu hielt sich Dunker ab Sommer 1763 für zwei Jahre auf Rügen auf. Die beiden älteren Künstler schmückten hier die Räume des Olthof-Sitzes aus und der 16jährige Dunker durfte sich ihnen anschließen. Er unterbrach seinen Rügenaufenthalt im Sommer 1764 für eine gemeinsame Reise mit Hackert nach Schweden. Im Mai 1765 reisten Dunker, Hackert und Matthieu nach Paris. Dort genoß Dunker den Unterricht von Joseph Marie Viens und Noel Halle. Diese berühmten Historienmaler schmälerten aber nicht die lebenslange Bedeutung, welche Hackerts Landschaftsmalerei für Dunker hatte. In Paris wurde für ihn ebenfalls der Freundeskreis, den Johann Georg Wille um sich geschart hatte, wichtig. Hier prägten ihn besonders die Begegnungen mit Sigmund Freudenberger und Adrian Zingg. Wille wird für Dunker in den folgenden Jahren immer wieder Arbeiten an Pariser Sammler vermitteln. Durch Jacques Aliamet bekam Dunker Unterweisungen in den druckgraphischen Techniken und entwickelte sich in der Folge zu einem bedeutenden Radierer. 1772 arbeitete er für Christian von Mechel in Basel, 1773 ging er zu Johann Ludwig Aberli nach Bern, wo er schnell Fuß faßte, sich verheiratete und bis zu seinem Tode lebte. Die Zeit in Bern wurde für Dunker künstlerisch fruchtbar und erfolgreich. Mit der französischen Revolution, welche die Kunst des Rokoko hinwegfegte, verdunkelte sich aber auch Dunkers Stern. Er stirbt 1807 völlig verarmt.
- Tätig im
- 18. Jahrhundert
- Tätigkeit
- Maler · Radierer · Illustrator · Zeichner · Aquarellist · Karikaturist
- Geboren
- 1746 in Saal bei Stralsund
- Gestorben
- 1807 in Bern, Schweiz
- Werke im Shop
- 19
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