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DEEN
Werk von Giovanni Antonio Faldoni
Künstler

Giovanni Antonio Faldoni

(1689–um 1770)

Faldoni (Faldon), Giovanni Antonio (Gianantonio), ital. Kupferstecher, Maler, *24.4.1689 Asolo, †um 1770 Rom oder Venedig. Sohn des Malers Girolamo F., Bruder des Stechers Francesco F. Schüler des Lsch.-Malers Antonio Luciani. Ließ sich in Venedig nieder, wo er als einer der ersten Stecher Parallelschraffuren anwendete, wie er sie bei einem frühen Studienaufenthalt in Paris bei den Stichen des Claude Mellan gesehen hatte. Fast ausschl. als Stecher tätig, spezialisierte sich auf Antiken-Darst. und Porträts. Frühester bek. umfangreicher Auftrag waren 1724-26 elf Stiche nach Parmigianino für Anton Maria Zanetti aus dessen Sammlung. Vermutl. noch vor 1725 illustrierte er zus. mit Carlo Orsolini den Bd über die Antiken-Slg des Francesco Trevisan (von F. die Büsten des Julius Cäsar und Brutus sowie das Portr. des Auftraggebers). 1726 bereitete er die ersten Stiche für Delle antiche statue greche e romane che nell'antisala della libreria di S.Marco e in altri luoghi pubblici di Venezia si trovano für die Zanetti vor, die 1740-43 in zwei Bdn erschienen und von denen F. insgesamt 45 Stiche ausführte. Urspr. war eine Darst. aller, auch priv. antiker Statuen in Venedig geplant gewesen, ein Projekt, das wieder aufgegeben werden mußte, von dem aber noch ein Bd mit F.s Stichen teils priv. Antiken in der Markus-Bibl. zeugt. Gleichzeitig war er auch als Stecher zeitgen. Portr. berühmt geworden (1723 Portr. des Giovanni Emo nach einem Gem. von Angelo Trevisan; 1724 Portr. des Marco Ricci nach einem Gem. von Rosalba Carriera). Unter den zahlr. Aufträgen des F. in den folgenden Jahrzehnten sind zu nennen: das Frontispiz von Zanettis Descr. di tutte le pubbliche pitt., Ve. 1733; das Portr. des Sebastiano Ricci für das Opus Sebastiani Riccii Bellunensis, Ve. 1743; das Frontispiz zum Index der verbotenen Bücher von Benedikt XIV. Noch 1765 wurde F. nach zahlr., sein Leben begleitenden Streitereien und Tätlichkeiten (so auch mit seinem bald zu Ruhm gelangenden Schüler Marco Pitteri in den 1730er Jahren) aus dem Gebiet der Serenissima verbannt. 1769 hielt er sich erneut in Rom auf (nachdem er in der 1.H. der 1750er Jahre bereits sechs Kardinal-Portr. für die Regia Calcografia apostolica gestochen hatte), wo er eine Serie von Stichen nach antiken Statuen herstellte.
WERKE Stiche, wenn nicht anders vermerkt: FLORENZ, Bibl. Marucelliana: Verkündigung Mariä (nach einem Relief des Filippo Della Valle in S.Ignazio in Rom), 1730. – Uffizien GDS: Mater Sanctae Spei (nach Agostino Masucci), 1750.
BIBLIOGRAPHIE ThB11, 1915. DEB IV, 1973; LGB II, 1989; DBI XLIV, 1994 (Lit.); DA X, 1996. – Singer, BK XIV, 1936; F.Borroni, I due Anton Maria Zanetti, Fi. 1956; L.Comacchio, G.A.F. incisore asolano, Castelfranco Veneto 1976; L.Franzoni, Riv. di archeologia 4:1980, 71, 73; I pittori bergamaschi. Il Settecento, I, Be. 1982, 233, 239, 311, 318; D.Succi (Ed.), Da Carlevarijs ai Tiepoli. Incisori veneti e friulani del Settecento (K Gorizia/Venedig), Ve. 1983, 161-165; M.Zorzi (Ed.), Coll. di antichità a Venezia nei sec. della Repubblica (K), R. 1988; P.Bellini, Grafica d'arte 13:1993(Jan.--März)11-25.

Andrew John Martin

Geboren
1689 in Asolo, Italien
Gestorben
um 1770 in Rom, Italien
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1
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