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Im Raum
Barbarossa’s Einzug in Mailand
Stahlstich, 1842 · Papier: 68,2 cm × 74,3 cm, Druckplatte: 63,6 cm × 63,2 cm, Darstellung: 55,4 cm × 59,0 cm
1.700 €
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Zustand
Wie wir bewertenGerade bei alter Kunst von besonders schöner, nahezu gebrauchsfreier Erhaltung; je nach Alter können kleinere Handhabungsspuren vorhanden sein.
Am oberen Rand leichte Knicke (gefestigt) außerhalb der Darstellung
- Inv.-Nr.
- 12141
- Kategorie
- Druckgraphik
- Technik
- Stahlstich Erklärung
- Thema
- Militär
- Epoche
- 19. Jahrhundert (1842)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Italien
Details
nach obenDer Stahlstich „Barbarossa's Einzug in Mailand" von Julius Cäsar Thaeter entstand 1842.
- Künstler (Graphiker)
- Julius Cäsar Thaeter (1804 Dresden - 1870 München)
- Künstler (Original)
- Julius Schnorr von Carolsfeld (1794 Leipzig - 1872 Dresden)
- Titel
- Friedrich Barbarossa's Einzug in Mailand
- Technik
- Stahlstich auf Papier
- Beschriftung
- Unten im Druck bezeichnet: "Erfunden von Julius Schnorr, im Saal=Bau zu München als enkaustisches Gemälde ausgeführt und nach dem Carton von Julius Thaeter gestochen / Friedrich Barbarossa's Einzug in Mailand / der Kunstverein in München seinen Mitgliedern für das Jahr 1842. / Gedruckt von Wendelin Wick München".
- Beschreibung
- Nachdem Kaiser Friedrich I. "Barbarossa" in der Kyffhäusersage mystifiziert worden war, wurde er 1817 durch Friedrich Rückerts berühmtes Barbarossagedicht zur Identifikationsfigur einer nationalen deutschen Einheit stilisiert, was auch in der bildenden Kunst Niederschlag fand. 1835 wurde Julius Schnorr von Carolsfeld von König Ludwig I. von Bayern beauftragt, den Festsaalbau der Münchener Residenz mit monumentalen Historienbildern auszumalen und dabei einen der Vorräume zum Thronsaal Ludwigs mit einem Bildprogramm zur Regierung Barbarossas zu gestalten. An prominenter Stelle neben der Tür in Richtung des Thronsaals fand die Darstellung von Barbarossas Einzug in Mailand Platz, die Schnorr selbst in einem Brief "[..]zu den besten Kompositionen, die ich zu diesem historischen Cyklus machte[…]" zählte. In der chaotisch wirkenden Szene reitet der triumphierende Barbarossa in das 1162 nach langen Kämpfen eroberte Mailand ein, wobei der siegreiche Kaiser durch die heroische Pose im Zentrum der Darstellung deutlich abgesetzt ist. Im Vordergrund wie auch auf dem Triumphbogen im Hintergrund müssen die unterworfenen Mailänder bereits eigenhändig die Verteidigungsanlagen und Erinnerungen an vergangene Siege abreißen. Den verklärten Nationalhelden der Kyffhäusersage sucht man in dieser Darstellung jedoch vergebens. Vielmehr strahlt Barbarossa in dieser Szene die Autorität und Macht des kaiserlichen Herrschers aus, der sein Reich eint und aufständische Individuen unterwirft. Carolsfeld orientierte sich beim Entwurf seiner Szenen an dem 1823 veröffentlichten Werk Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit des Historikers Friedrich von Raumer, studierte zudem aber auch alte Stiche und Ansichten, um die mittelalterliche Bebauung der Schauplätze möglichst authentisch nachzuahmen. Als szenische Darstellung zeichnet sich das Wandgemälde als Idealbild der nazarenischen Kunstauffassung aus, da kirchliche und weltliche Herrschaft einträchtig nebeneinander wirken, dennoch aber die Religion den weltlichen Fürsten übergeordnet ist. Hierin ist auch ein eindrucksvoller Spannungsbogen gegenüber der Darstellung des triumphalen Einzugs in Mailand zu sehen.
- Größe
- Papier: 68,2 cm × 74,3 cm, Druckplatte: 63,6 cm × 63,2 cm, Darstellung: 55,4 cm × 59,0 cm
- Zustand
- Sehr guter Zustand. Am oberen Rand leichte Knicke (gefestigt) außerhalb der Darstellung.
- Stempel
- Unten Blindstempel, Kunstverein in München.
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