Julius Schnorr von Carolsfeld
(1794–1872)
Geboren am 26. März 1794 in Leipzig, seit 1803 Gehilfe des Vaters, des Künstlers Veit Hans Schnorr von Carolsfeld, der an der Leipziger Kunstakademie lehrte, seit 1806 Beteiligung an der jährlichen Kunstausstellung der Dresdner Akademie, 1811 Unterricht bei Heinrich Füger in Wien, 1813 Bekanntschaft mit Ferdinand Olivier, 1817 Reise nach Salzburg und gegen Ende des Jahres Aufbruch nach Italien, Beitritt zum Lukas-Bund, 1818 Auftrag zur Freskierung eines Saales im Casino Massimo, 1821 Gründung eines Komponiervereins, 1827 Reise nach München, um als Professor zu arbeiten und die Münchner Residenz mit Fresken zum Nibelungenlied zu schmücken, 1835 Auftrag zur Ausmalung der Kaisersäle in der Münchner Residenz, 1843 Veröffentlichung des Nibelungenlieds im Verlag Cotta, 1845 Ruf als Professor an die Dresdner Akademie, den Schnorr aber ausschlägt, um in München zu bleiben, auch wenn die Unterstützung durch Ludwig I. nicht mehr gegeben ist, 1846 erneuter Ruf nach Dresden, dem Schnorr auch folgt, nachdem Ludwig I. ihn aus seinen Diensten entlassen hat, Schnorr wird Direktor der Akademie und der Gemäldegalerie, 1848 durch Grauen Star erblindet sein linkes Auge, 1851 Reise nach England auf Einladung Karl Josias von Bunsens, 1852-1860 erscheint im Verlag Georg Wigand in Leipzig Schnorrs Bilderbibel in Einzellieferung, 1862-1868 Arbeit an sieben Entwürfen für die Chorfenster von St. Paul’s in London, 1866 letzter Besuch in München, verstorben am 24. Mai 1872 in Dresden.
- Tätig im
- 18. Jahrhundert · 19. Jahrhundert
- Geboren
- 1794 in Leipzig
- Gestorben
- 1872 in Dresden
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