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Im Raum
Germaniae Antiquae, Hasenjagd
Radierung, um 1616 · Büttenpapier: 28,2 cm × 18,2 cm, Darstellung: 25,7 cm × 15,9 cm
200 €
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Zustand
Wie wir bewertenLediglich normale, kleine Gebrauchsspuren, die den Gesamteindruck des Kunstwerkes nicht verschlechtern.
Die Darstellung macht einen sehr guten Eindruck. Das Blatt ist im Randbereich altersbedingt stockfleckig und verschmutzt; im Bereich des Arms mit Loch; entlang der linken Blattkante mit Spuren der Herauslösung aus einer Bindung
- Künstler
- Philipp Clüver
- Inv.-Nr.
- 29752
- Kategorie
- Druckgraphik
- Thema
- Trachten
- Epoche
- 17. Jahrhundert (um 1616)
- Kunststil
- Figürlich
- Land
- Niederlande
Details
nach obenDie Radierung „Germaniae Antiquae, Hasenjagd" von Philipp Clüver entstand um 1616.
- Titel
- Germane (mit Knebelbart und Haarzopf) und seiner Frau bei der Hasenjagd, aus: "Germaniae Antiquae libri tres. Adjectae sunt Vindelicae et Noricum", Buch 1, Tafel zu S. 148
- Technik
- Radierung auf Büttenpapier
- Beschreibung
- Schöne Druckqualität; unter der Darstellung paginiert "Lib. 1, Pagina 148, figura XI."; aus Philipp Clüvers 1616 erschienenem Hauptwerk "Germania antiqua", mit dem er entscheidend zur Konsolidierung einer über Jahrhunderte nachwirkenden Germanenikonographie beitrug. Seine innovative Leistung bestand darin, eine - aus damaliger Perspektive - historisch möglichst korrekte Darstellungsweise anzustreben - hatten die Illustrationen des 16. Jahrhunderts die germanischen Protagonisten doch noch in zeitgenössischer Mode oder "Fantasiekostümen" wiedergegeben. Die hier gezeigte Radierung stammt aus dem ersten Band, der neben zwei gestochenen Landkarten insgesamt 26 unsignierte Radierungen enthält, welche von Simon Frisius, Nicolaas van Geilenkercken und einer dritten Hand aus dem Umkreis des Verlegers Hendrick Hondius d.Ä. geätzt wurden. Dargestellt sind Szenen aus dem alltäglichen Leben der germanischen Stämme, ihre religiösen Riten und Bräuche sowie gerüstete Krieger, die in den Kampf ziehen. Das in seiner "Germania antiqua" vermittelte Germanenbild blieb lange Zeit prägend, so lässt sich Clüvers Eindruck in den Bildkünsten bis weit ins 18. Jahrhundert verfolgen, wie etwa anhand der "Hermannschlacht" Daniel Chodowieckis von 1782. Literatur: Ulrich Pfisterer, Cristina Ruggero (Hg.): Phönix aus der Asche. Bildwerdung der Antike - Druckgrafiken bis 1869, München 2019, S. 33-35.
- Größe
- Büttenpapier: 28,2 cm × 18,2 cm, Darstellung: 25,7 cm × 15,9 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Die Darstellung macht einen sehr guten Eindruck. Das Blatt ist im Randbereich altersbedingt stockfleckig und verschmutzt; im Bereich des Arms mit Loch; entlang der linken Blattkante mit Spuren der Herauslösung aus einer Bindung.
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