Zum Vergrößern klicken
Referenzbild zur Größenwirkung. Dekoration, Möbel und eventuelle Rahmen sind nicht Bestandteil des Angebots.




Im Raum
Germaniae Antiquae, Zwei Germanen
Radierung, um 1616 · Büttenpapier: 28,2 cm × 18,2 cm, Darstellung: 25,0 cm × 15,7 cm
200 €
inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer; differenzbesteuert nach § 25a UStG, daher kein gesonderter Umsatzsteuerausweis auf der Rechnung.
Vorrätig — Lieferzeit 1–3 Werktage
Versand innerhalb Deutschlands kostenlos; Versandkosten für andere Länder siehe Versandtabelle.
Zustand
Wie wir bewertenLediglich normale, kleine Gebrauchsspuren, die den Gesamteindruck des Kunstwerkes nicht verschlechtern.
Die Darstellung macht einen sehr guten Eindruck. Das Blatt ist altersbedingt gebräunt und ganzseitig stockfleckig; im linken Rand sowie links im Bereich des Mantels mit kleinem Loch
- Künstler
- Philipp Clüver
- Inv.-Nr.
- 29746
- Kategorie
- Druckgraphik
- Thema
- Porträt
- Epoche
- 17. Jahrhundert (um 1616)
- Kunststil
- Figürlich
- Land
- Niederlande
Details
nach obenDie Radierung „Germaniae Antiquae, Zwei Germanen" von Philipp Clüver entstand um 1616.
- Titel
- aus: "Germaniae Antiquae libri tres. Adjectae sunt Vindelicae et Noricum", Buch 1, Zwei Germanen mit Umhang
- Technik
- Radierung auf Büttenpapier
- Beschreibung
- Schöner, satter Druck; unter der Darstellung paginiert "Lib. 1, Pagin 48, figura x"; aus Philipp Clüvers 1616 erschienenem Hauptwerk "Germania antiqua", mit dem er entscheidend zur Konsolidierung einer über Jahrhunderte nachwirkenden Germanenikonographie beitrug. Seine innovative Leistung bestand darin, eine - aus damaliger Perspektive - historisch möglichst korrekte Darstellungsweise anzustreben - hatten die Illustrationen des 16. Jahrhunderts die germanischen Protagonisten doch noch in zeitgenössischer Mode oder "Fantasiekostümen" wiedergegeben. Die hier gezeigte Radierung stammt aus dem ersten Band, der neben zwei gestochenen Landkarten insgesamt 26 unsignierte Radierungen enthält, welche von Simon Frisius, Nicolaas van Geilenkercken und einer dritten Hand aus dem Umkreis des Verlegers Hendrick Hondius d.Ä. geätzt wurden. Clüvers Darstellungen in der "Germania antiqua" wurden von Tacitus' Äußerungen zur germanischen Kleidung, der etwa die Umhänge aus Tierfell und die sonstige Nacktheit beschreibt, beeinflusst. Dargestellt sind Szenen aus dem alltäglichen Leben der germanischen Stämme, ihre religiösen Riten und Bräuche sowie gerüstete Krieger, die in den Kampf ziehen. Das in seiner "Germania antiqua" vermittelte Germanenbild blieb lange Zeit prägend, so lässt sich Clüvers Eindruck in den Bildkünsten bis weit ins 18. Jahrhundert verfolgen, wie etwa anhand der "Hermannschlacht" Daniel Chodowieckis von 1782. Vergleiche hierzu: Ulrich Pfisterer, Cristina Ruggero (Hg.): Phönix aus der Asche. Bildwerdung der Antike - Druckgrafiken bis 1869, München 2019, S. 33-35.
- Größe
- Büttenpapier: 28,2 cm × 18,2 cm, Darstellung: 25,0 cm × 15,7 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Die Darstellung macht einen sehr guten Eindruck. Das Blatt ist altersbedingt gebräunt und ganzseitig stockfleckig; im linken Rand sowie links im Bereich des Mantels mit kleinem Loch.
Fragen zu diesem Werk?
Wir beraten Sie gern zu Zustand, Provenienz oder Rahmung — telefonisch, per E-Mail oder bei einem Besuch in unserer Frankfurter Galerie. Auch ein Rückruf ist möglich.
