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Im Raum
Gries bei Bozen mit Berg
Aquarell, 1894 · Papier: 26,4 cm × 36,4 cm
1.000 €
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Zustand
Wie wir bewertenEs gibt Beschädigungen oder Beeinträchtigungen, die sich angesichts des Alters des Kunstwerkes aber im akzeptablen Rahmen bewegen.
In den Ecken und am Rand ganz minimal unfrisch
- Künstler
- Marie von Savigny
- Inv.-Nr.
- 16218
- Kategorie
- Aquarell
- Thema
- Landschaft
- Epoche
- 19. Jahrhundert (1894)
- Kunststil
- Moderne
- Land
- Italien
Details
nach obenDas Aquarell „Gries bei Bozen mit Berg" von Marie von Savigny entstand 1894.
- Technik
- Aquarell auf Papier
- Beschriftung
- Unten links monogrammiert: "Gries. M. v. S. 94.".
- Beschreibung
- Freda Sophie Karoline Marie von Savigny, geborene Gräfin von Arnim (1831 Boitzenburg - 1905) ist uns als Gattin des preußischen Gesandten und Mitbegründers der Zentrumspartei, Karl Friedrich von Savigny (1814-1875) bekannt. Als solche begleitete sie Ihren Mann auf diplomatische Reisen und musste selbst zahlreiche repräsentative Pflichten übernehmen und an gesellschaftlichen Anlässen teilnehmen. In ihren überlieferten Briefen aus dem Privatbesitz der Familie kann man von der hohen Belastung der jungen Frau lesen, die darüber hinaus die drei gemeinsamen Kinder großzog. Ihr Interesse für die Kultur drückte sich in häufigen Theaterbesuchen aus sowie der Anstellung eines Zeichenlehrers, einem nicht näher bekannten Düsseldorfer Maler. Der romantische Blick auf Naturlandschaften mit nur behutsamem Eingriff durch moderne Siedlungen lässt den Einfluss der Düsseldorfer Malerschule zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf Marie von Savigny erkennen. Ihre Landschaften, die von Helgoland über das Rheintal, das Ahrtal, Baden und die Schweiz bis Norditalien reichen, zeichnen sich durch pittoreske Aussichten sowie die Hervorhebung markanter natürlicher Formationen aus und tragen nur selten Figurenstaffage. Die besondere Wirkung ihrer Aquarelle wird durch die leuchtende Farbigkeit hervorgerufen, die sie durch die bevorzugte Verwendung von Blau- und Grüntönen sowie geschickte Licht- und Dunsteffekte in der Atmosphäre bildet. Selbst ihren monochrom angelegten Aquarellen vermag sie eine innere Leuchtkraft zu verleihen. In ihren Zeichnungen gelingt dies durch die gezielte Verwischung dunkler Bereiche und die Höhung heller Bereiche in Weiß. Trotz der nicht wenigen repräsentativen Pflichten, die Marie von Savigny als Frau des Diplomaten Karl Friedrich von Savigny wahrnehmen musste, und der hohen Belastung häufiger Reisen und Ortswechsel, hatte sie doch die für ihre Zeit ungewöhnliche Möglichkeit als Künstlerin ferne Landstriche zu entdecken und im Bild festzuhalten. In ihrem künstlerischen Nachlass lässt sich eine landschaftliche Vielfalt entdecken, die ihresgleichen sucht. Markus Raasch (Hrsg.): Adeligkeit, Katholizismus, Mythos. Neue Perspektiven auf die Adelsgeschichte der Moderne (Elitenwandel in der Moderne, 15), München 2014, S. 120ff. Wie aus einem Hortus secretus mit einem malerisch gelegenen Brunnen blickt die Künstlerin in Richtung eines gewaltigen Berges. Über dem grün leuchtenden Band aus niedrigen Bäumen und Buketten erhebt sich ein riesiges Felsmassiv, unter dem selbst der Kirchturm der kleinen Ortschaft links wie ein Zwerg wirkt. Durch die Bezeichnung "Gries" oder "Gried" nicht eindeutig zuzuordnen, könnte es sich um einen Stadtteil von Bozen in Südtirol handeln. Die Stadt wird jedoch bewusst ausgeblendet und der geordneten Natur im Vordergrund
- Größe
- Papier: 26,4 cm × 36,4 cm
- Zustand
- Akzeptabler Zustand. In den Ecken und am Rand ganz minimal unfrisch.
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