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Im Raum
Italienischer Musiker
Bleistift, 19. Jahrhundert · Papier: 20,8 cm × 26,1 cm
750 €
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Zustand
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Entlang der Kanten minimal verschmutzt und wellig
- Inv.-Nr.
- 13173
- Kategorie
- Zeichnung
- Thema
- Trachten
- Epoche
- 19. Jahrhundert (19. Jahrhundert)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Italien
Details
nach obenDie Zeichnung „Italienischer Musiker" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer entstand im 19. Jahrhundert.
- Titel
- Italienischer Musiker mit Mandoline und lauschender Dame
- Technik
- Bleistift auf Papier
- Beschriftung
- Verso nummeriert: "1657".
- Beschreibung
- Der Name Theobald Reinhold von Oër wird heute vor allem mit dem Gemälde Weimarer Musenhof in Verbindung gebracht, das die wichtigsten Vertreter der Weimarer Klassik, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Christoph Martin Wieland und Johann Gottfried Herder, versammelt um die Herzogin Anna Amalia im Tiefurter Park zeigt. Das großformatige Gemälde entstand 1860. Damals genoss von Oër, Schüler von Johann Friedrich Matthäi an der Dresdner Kunstakademie und von Wilhelm von Schadow in Düsseldorf, längst seinen Ruf als angesehener Historienmaler in Dresden. Bevor er allerdings dort sesshaft wurde, machte er von 1837 bis 1839 eine Italienreise. Damit schloss er sich dem regelrechten künstlerischen Exodus in Richtung Italien an, der die europäischen Kunstakademien in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entvölkerte. Es war ein verbreitetes Phänomen, dass die nach Italien entsandten Stipendiaten nicht an ihre Alma Mater zurückkehren wollten. Die feine Bleistiftzeichnung Oërs bringt seine Bewunderung für das mediterrane Leben zum Ausdruck. Dargestellt wird eine innige Verbindung eines Mandolinenspielers und einer Sängerin, die auf einem Fels sitzen. Während sie, ihre Hände zusammengefaltet in den Schoß gelegt, sich zum Musiker wendet, scheint er ganz in sein Spiel vertieft zu sein. So stellt man sich das italienische Landleben vor, die Illusion ist vollkommen. Hinzu kommen die technischen Mittel wie die reine Linie, die schwungvoll genug geführt wird, um das Werk dynamisch wirken zu lassen, und die ausgewogene Anordnung der Figuren. All dies lässt sofort an die Nazarener denken, in deren Werk die Linie stets dem Ideal dient. Als Schüler von Schadow verstand Oër, durch die Anwendung nazarenischer Ausdrucksmittel, an die Tradition seiner großen Vorbilder anzuknüpfen, um damit seinen Figuren eine fromme Aura zu verleihen, auch wenn das Motiv ganz und gar weltlich ist.
- Größe
- Papier: 20,8 cm × 26,1 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Entlang der Kanten minimal verschmutzt und wellig.
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