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Im Raum
Mittelmeerküste bei Nervi
Aquarell, 1881 · Papier: 15,3 cm × 22,8 cm
1.050 €
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Zustand
Wie wir bewertenEs gibt Beschädigungen oder Beeinträchtigungen, die sich angesichts des Alters des Kunstwerkes aber im akzeptablen Rahmen bewegen.
Vereinzelt sind geringfügige Verschmutzungen erkennbar. Die Blattecken sind minimal bestoßen
- Künstler
- Marie von Savigny
- Inv.-Nr.
- 16241
- Kategorie
- Aquarell
- Thema
- Landschaft
- Epoche
- 19. Jahrhundert (1881)
- Kunststil
- Moderne
- Land
- Italien
Details
nach obenDas Aquarell „Mittelmeerküste bei Nervi" von Marie von Savigny entstand 1881.
- Titel
- Mittelmeerküste mit Palmen bei Nervi
- Technik
- Aquarell auf Papier
- Beschriftung
- Verso bezeichnet: "Nervi 81".
- Beschreibung
- Freda Sophie Karoline Marie von Savigny, geborene Gräfin von Arnim (1831 Boitzenburg - 1905) ist uns als Gattin des preußischen Gesandten und Mitbegründers der Zentrumspartei, Karl Friedrich von Savigny (1814-1875) bekannt. Als solche begleitete sie Ihren Mann auf diplomatische Reisen und musste selbst zahlreiche repräsentative Pflichten übernehmen und an gesellschaftlichen Anlässen teilnehmen. In ihren überlieferten Briefen aus dem Privatbesitz der Familie kann man von der hohen Belastung der jungen Frau lesen, die darüber hinaus die drei gemeinsamen Kinder großzog. Ihr Interesse für die Kultur drückte sich in häufigen Theaterbesuchen aus sowie der Anstellung eines Zeichenlehrers, einem nicht näher bekannten Düsseldorfer Maler. Der romantische Blick auf Naturlandschaften mit nur behutsamem Eingriff durch moderne Siedlungen lässt den Einfluss der Düsseldorfer Malerschule zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf Marie von Savigny erkennen. Ihre Landschaften, die von Helgoland über das Rheintal, das Ahrtal, Baden und die Schweiz bis Norditalien reichen, zeichnen sich durch pittoreske Aussichten sowie die Hervorhebung markanter natürlicher Formationen aus und tragen nur selten Figurenstaffage. Die besondere Wirkung ihrer Aquarelle wird durch die leuchtende Farbigkeit hervorgerufen, die sie durch die bevorzugte Verwendung von Blau- und Grüntönen sowie geschickte Licht- und Dunsteffekte in der Atmosphäre bildet. Selbst ihren monochrom angelegten Aquarellen vermag sie eine innere Leuchtkraft zu verleihen. In ihren Zeichnungen gelingt dies durch die gezielte Verwischung dunkler Bereiche und die Höhung heller Bereiche in Weiß. Trotz der nicht wenigen repräsentativen Pflichten, die Marie von Savigny als Frau des Diplomaten Karl Friedrich von Savigny wahrnehmen musste, und der hohen Belastung häufiger Reisen und Ortswechsel, hatte sie doch die für ihre Zeit ungewöhnliche Möglichkeit als Künstlerin ferne Landstriche zu entdecken und im Bild festzuhalten. In ihrem künstlerischen Nachlass lässt sich eine landschaftliche Vielfalt entdecken, die ihresgleichen sucht. Markus Raasch (Hrsg.): Adeligkeit, Katholizismus, Mythos. Neue Perspektiven auf die Adelsgeschichte der Moderne (Elitenwandel in der Moderne, 15), München 2014, S. 120ff. Nicht weit von Genua an der ligurischen Küste liegt der Strand von Nervi, der hier mit Blick entlang der langen Küstenlinie gezeigt ist. Als Diplomatengattin war es Marie von Savigny als einer von wenigen Künstlerinnen ihrer Zeit vergönnt, eine Reise zu diesem gleichermaßen entlegenen wie malerischen Ort zu unternehmen. Offenbar von den tiefen Blautönen des Mittelmeeres beeindruckt, setzte sie in diesem Bild den Akzent vor allem auf die Lichtstimmung an Himmel und Wasseroberfläche. Die Dattelpalmen im Vordergrund verwurzeln den Ausblick in die Ferne am Ufer der Küste und geben einen kleinen Hinweis auf die herrschenden Größenverhältnisse. Einen ganz anders gearteten Blick vermittelt die Rückseite, die die raue Brandung zwischen zwei Felsen zeigt. Dennoch spielen auch bei dieser Naturskizze die unterschiedlichen Blautöne des Meeres eine wichtige Rolle.
- Größe
- Papier: 15,3 cm × 22,8 cm
- Zustand
- Akzeptabler Zustand. Vereinzelt sind geringfügige Verschmutzungen erkennbar. Die Blattecken sind minimal bestoßen.
- Rückseite
- Felsen an Mittelmeerküste
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