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Im Raum
Weinbergterrassen am Isenach
Bleistift, 1856 · Papier: 21,9 cm × 29,2 cm
500 €
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Zustand
Wie wir bewertenEs gibt Beschädigungen oder Beeinträchtigungen, die sich angesichts des Alters des Kunstwerkes aber im akzeptablen Rahmen bewegen.
Das Blatt ist altersbedingt verfärbt und weist deutliche Flecken auf. Teils ist eine flächige weiße Lavierung(?) zu sehen
- Künstler
- Marie von Savigny
- Inv.-Nr.
- 16278
- Kategorie
- Zeichnung
- Thema
- Landschaft
- Epoche
- 19. Jahrhundert (1856)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Zeichnung „Weinbergterrassen am Isenach" von Marie von Savigny entstand 1856.
- Titel
- Märchenhafte Ansicht der Weinbergterrassen am Isenach unterhalb der Ruine von Kloster Limburg
- Technik
- Bleistift auf Papier, montiert auf Papier
- Beschriftung
- Links unten in Bleistift bezeichnet und datiert mit "Kloster Limburg d. 18 Oktober 56"
- Beschreibung
- Freda Sophie Karoline Marie von Savigny, geborene Gräfin von Arnim (1831 Boitzenburg - 1905) ist uns als Gattin des preußischen Gesandten und Mitbegründers der Zentrumspartei, Karl Friedrich von Savigny (1814-1875) bekannt. Als solche begleitete sie Ihren Mann auf diplomatische Reisen und musste selbst zahlreiche repräsentative Pflichten übernehmen und an gesellschaftlichen Anlässen teilnehmen. In ihren überlieferten Briefen aus dem Privatbesitz der Familie kann man von der hohen Belastung der jungen Frau lesen, die darüber hinaus die drei gemeinsamen Kinder großzog. Ihr Interesse für die Kultur drückte sich in häufigen Theaterbesuchen aus sowie der Anstellung eines Zeichenlehrers, einem nicht näher bekannten Düsseldorfer Maler. Der romantische Blick auf Naturlandschaften mit nur behutsamem Eingriff durch moderne Siedlungen lässt den Einfluss der Düsseldorfer Malerschule zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf Marie von Savigny erkennen. Ihre Landschaften, die von Helgoland über das Rheintal, das Ahrtal, Baden und die Schweiz bis Norditalien reichen, zeichnen sich durch pittoreske Aussichten sowie die Hervorhebung markanter natürlicher Formationen aus und tragen nur selten Figurenstaffage. Die besondere Wirkung ihrer Aquarelle wird durch die leuchtende Farbigkeit hervorgerufen, die sie durch die bevorzugte Verwendung von Blau- und Grüntönen sowie geschickte Licht- und Dunsteffekte in der Atmosphäre bildet. Selbst ihren monochrom angelegten Aquarellen vermag sie eine innere Leuchtkraft zu verleihen. In ihren Zeichnungen gelingt dies durch die gezielte Verwischung dunkler Bereiche und die Höhung heller Bereiche in Weiß. Trotz der nicht wenigen repräsentativen Pflichten, die Marie von Savigny als Frau des Diplomaten Karl Friedrich von Savigny wahrnehmen musste, und der hohen Belastung häufiger Reisen und Ortswechsel, hatte sie doch die für ihre Zeit ungewöhnliche Möglichkeit als Künstlerin ferne Landstriche zu entdecken und im Bild festzuhalten. In ihrem künstlerischen Nachlass lässt sich eine landschaftliche Vielfalt entdecken, die ihresgleichen sucht. Stöbern Sie daher in unserem Angebot und lassen sich von den Landschaftsbildern der Marie von Savigny bezaubern. Markus Raasch (Hrsg.): Adeligkeit, Katholizismus, Mythos. Neue Perspektiven auf die Adelsgeschichte der Moderne (Elitenwandel in der Moderne, 15), München 2014, S. 120ff. Das Kloster Limburg an der Haardt gilt als eines der bedeutsamsten erhaltenen Bauwerke der frühsalischen Epoche. Die heute nur in Ruinen erhaltene Kirche zählt zu den frühesten Bauwerken romanischen Baustiles auf deutschem Boden, das sich konsequent am "Gebundenen System" des Grundriss orientiert hat. Über dem Tal des Isenach thront die Ruine in den pittoresken Weinhängen über dem kleinen Ort Hausen. Im Werk Savignys selten ist die Darstellung einer Figur im Vordergrund. Die sitzende Frau legt den Finger an die Lippen und scheint Künstlerin und Betrachter gleichermaßen zur Stille aufzufordern oder in ein Geheimnis einweihen zu wollen.
- Größe
- Papier: 21,9 cm × 29,2 cm
- Zustand
- Akzeptabler Zustand. Das Blatt ist altersbedingt verfärbt und weist deutliche Flecken auf. Teils ist eine flächige weiße Lavierung(?) zu sehen.
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