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Im Raum
Reiter und Jadghunde
Lithographie, um 1818 · Papier: 26,8 cm × 29,9 cm, Druckplatte: 24,0 cm × 28,1 cm, Darstellung: 22,5 cm × 27,0 cm
1.500 €
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Zustand
Wie wir bewertenLediglich normale, kleine Gebrauchsspuren, die den Gesamteindruck des Kunstwerkes nicht verschlechtern.
Ganz minimal fleckig und schwach grau, links oben an der Ecke kleine Fehlstelle, rechts am Rand unten zwei kleine Risse mit Knitterfalten, links unten am Rand in der Eche zwei kleine Risse
- Künstler
- Franz Krüger
- Inv.-Nr.
- 18656
- Kategorie
- Druckgraphik
- Technik
- Lithographie Erklärung
- Thema
- Jagen
- Epoche
- 19. Jahrhundert (um 1818)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Deutschland
Details
nach obenDie Lithographie „Reiter und Jadghunde" von Franz Krüger entstand um 1818.
- Titel
- Ein Reiter und drei Hunde die einen Hasen zerren
- Technik
- Lithographie auf Papier
- Beschreibung
- Wie könnte es anders sein, als dass eine der frühesten Folgen, die Franz Krüger eigenhändig mit der Radiernadel zeichnete und druckte, Pferde und Hunde zeigt. Der "Pferde-Krüger", als der er schon seinen Zeitgenossen bekannt war, beweist einmal mehr, dass er gerade mit der Darstellung genau dieser Tiere, deren Gestalt und Bewegungsapparat, wirklich vertraut war. Jeder Muskel unter der gespannten Haut der Tiere scheint durch langes Studium geläufig, dessen Verhalten bei Anspannung oder Entlastung bestens bekannt zu sein. Nicht zuletzt die in unseren Radierungen so unterschiedlich in Haltung und Regung gezeigten Jagdhunde führen dies eindrucksvoll vor Augen. Aber auch die Reiter, die doch im Idealfall zeitweise eine Symbiose mit ihrem Reittier eingehen und in ihren Bewegungsabläufen miteinander verschmelzen, sind mit der von Krüger bekannten Kunstfertigkeit auf die Platte gezeichnet. Kaum erkennt man, dass der Künstler in diesem Fall mit einer für ihn neuen Technik experimentiert. Statt mit Stift und Papier oder Pinsel und Leinwand, geht er hier mit Radierwerkzeug und Kupferplatte um, und wählt mit der sogenannten "Vernis-Mou" gleich ein Verfahren, das einen besonderen Anspruch an den Künstler stellt. Zwar ähnelt die Arbeit bei einer solchen Weichgrundätzung grundsätzlich sehr dem Zeichnen auf Papier, jedoch wird die feine Berührung von Stift und Zeichengrund erschwert durch eine Schicht Ätzgrundierung und eine Lage aus Papier, wodurch der Vorgang geradezu indirekt wird. Die Freude am Experiment, die Franz Krüger hier an den Tag legte, ist am qualitätsvollen Endprodukt dieser Arbeit ebenso abzulesen wie seine langjährige Erfahrung als Zeichner. Die um 1818 entstandene Folge "Pferde und Hunde", zu der diese beiden Blätter gehören, zählt zu den ersten selbstständigen Werken Krügers im Bereich der Druckgrafik. Dazu wurde bereits bemerkt, dass diese facettenreichen Radierungen nur mit gründlicher Vorbereitung und unter sorgfältiger Handhabung entstanden sein können. Der Künstlerbiograph Max Osborn mutmaßte und beklagte sogar, dass die einhergehenden Mühen den Künstler von weiteren Versuchen auf dem Gebiet der Radierkunst abgehalten habe. Demnach zählen diese Radierungen von Franz Krüger zu den Seltenheiten seines Œuvres, die sich dadurch auszeichnen, dass er den Mut hatte, die bewährten Motive in einer völlig anderen Technik auszuführen und deren spezifische Eigenarten auszunutzen.
- Größe
- Papier: 26,8 cm × 29,9 cm, Druckplatte: 24,0 cm × 28,1 cm, Darstellung: 22,5 cm × 27,0 cm
- Zustand
- Guter Zustand. Ganz minimal fleckig und schwach grau, links oben an der Ecke kleine Fehlstelle, rechts am Rand unten zwei kleine Risse mit Knitterfalten, links unten am Rand in der Eche zwei kleine Risse.
- Literatur
- Bartoschek, Gerd; Krüger, Franz: Der Maler Franz Krüger, 1797-1857. Preußisch korrekt, berlinisch gewitzt; München 2007; Kat. Nr. 27-31. Werkverzeichnis Nr.:.
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