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Im Raum
Torquato Tasso am Hof von Ferrara
Aquatinta, 1863 · Papier: 72,9 cm × 88,0 cm, Druckplatte: 70,6 cm × 85,1 cm, Darstellung: 60,6 cm × 77,2 cm
1.300 €
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Zustand
Wie wir bewertenGerade bei alter Kunst von besonders schöner, nahezu gebrauchsfreier Erhaltung; je nach Alter können kleinere Handhabungsspuren vorhanden sein.
Auf dem Blattrand teils deutliche Verfärbungen. Entlang der rechten Blattkante großflächige Flüssigkeitsflecken. Rechts mittig und oben rechts eingerissen (außerhalb der Darstellung). Entlang der oberen Plattenkante rechts deutlich geknickt. Die Darstellung macht einen guten Eindruck mit schwachen Verfärbungen im oberen rechten Himmelsbereich
- Künstler
- Eduard Ender, Pierre Cottin
- Inv.-Nr.
- 16163
- Kategorie
- Druckgraphik
- Thema
- Genre
- Epoche
- 19. Jahrhundert (1863)
- Kunststil
- Romantik
- Land
- Italien
Details
nach obenDie Aquatinta „Torquato Tasso am Hof von Ferrara" von Eduard Ender entstand 1863.
- Künstler (Graphiker)
- Pierre Cottin (1823 La Chapelle-St-Denis - 1886 Paris)
- Künstler (Original)
- Eduard Ender (1822 Rom - 1883 London)
- Titel
- Torquato Tasso am Hof von Ferrara deklamierend
- Technik
- Aquatinta auf Papier
- Beschriftung
- Unten im Druck signiert: "Peint par Édouard Ender / Verlag von Stammler & Karlstein in Wien (Vervielfaltigung Vorbehalten) / Gravé par Pierre Cottin". Unten im Druck bezeichnet: "Le Tasse à la cour de Ferrare / Le Tasse appelé à Ferrare par le duc Alphonse y fut accueilli avec la plus grande distinction. Ce fut au milieu des enchantements de cette cour brillante, qu'il travailla à son poëme immortel: Jérusalem déliorée | Il en lisait souvent des passages aux sæurs du duc Lucréce & Léonore d'Est, ces deux princesses l'écoutaient avec le plus bienveillant intérêt. / Imprimé & Publié par GOUPIL & Cie. le 1er. 8bre. 1863 _ Paris, London, Bruxelles, La Haye.".
- Beschreibung
- Denkt man an Torquato Tasso, so fällt einem sofort sein Hauptwerk Gerusalemme liberata ein. Die fiktive Erzählung um Gottfried von Bouillon während der Eroberung Jerusalems schlug sofort zahlreiche Künstler in ihren Bann und nahezu alle bedeutenden Maler des Barock haben Tankred, Rinaldo oder Armida in ihr Repertoire aufgenommen. Im 19. Jahrhundert erlebte die Geschichte durch die Ausmalungen des Casino Massimo in Rom durch die Nazarener eine neue Blüte. Gerade danach aber wechselte die Aufmerksamkeit deutlich: Das literarische Werk tritt in den Hintergrund und Tasso als Mensch und Dichter betritt die Bühne der bildenden Kunst. Parallel zum erwachenden Interesse an Raffaels Leben wird Tassos vielschichtige Persönlichkeit beleuchtet, gleichsam um aus dem sozialen Gefüge Rückschlüsse auf die Inspirationsquellen seiner Kunst ziehen zu können. Goethe hatte mit seinem Tasso wie immer regen Anteil an dieser Transformation. Unsere Druckgraphik nach der Vorlage des Wiener Historienmalers Eduard Ender zeigt Tasso, wie er am Hofe der Este seine Verse deklamiert. Warum dieses Motiv für die Künstler immer interessanter wurde, erschließt sich aus diesem Bild: Tasso ist hier als Künstler nicht als Diener der Fürsten gezeigt, sondern als zumindest geistig Überlegener. Er bestimmt, ihm wird gelauscht. So reflektiert sich in der Figur des Tasso ein ideales Streben der Künstler. Der Ausbruch aus den Konventionen und Rängen wird hier zelebriert.
- Größe
- Papier: 72,9 cm × 88,0 cm, Druckplatte: 70,6 cm × 85,1 cm, Darstellung: 60,6 cm × 77,2 cm
- Zustand
- Sehr guter Zustand. Auf dem Blattrand teils deutliche Verfärbungen. Entlang der rechten Blattkante großflächige Flüssigkeitsflecken. Rechts mittig und oben rechts eingerissen (außerhalb der Darstellung). Entlang der oberen Plattenkante rechts deutlich geknickt. Die Darstellung macht einen guten Eindruck mit schwachen Verfärbungen im oberen rechten Himmelsbereich.
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